Künstlicher See geplant

Erster Tagebau in der Lausitz stellt Betrieb ein

Der Braunkohle-Tagebau Cottbus-Nord ist die erste von Vattenfall betriebene Grube in der Lausitz, die ihren Betrieb einstellt. Bis 2040 sollen auch die anderen Tagebaue stillgelegt werden. Cottbus-Nord soll geflutet werden; hier soll ein großer, künstlicher See entstehen.

Braunkohletagebau© DianaH / Fotolia.com

Heinersbrück (dpa/red) - Erstmals hat ein Braunkohle-Tagebau des Energiekonzerns Vattenfall in der Lausitz planmäßig den Betrieb eingestellt. Am Mittwoch rollte der letzte Kohle-Zug aus der Grube Cottbus-Nord zum Kraftwerk Jänschwalde (Spree-Neiße). Cottbus-Nord ist der kleinste von fünf Tagebauen des schwedischen Unternehmens in Brandenburg und Sachsen.

Größter künstlicher See Deutschlands soll entstehen

Die Grube soll in den nächsten Jahren geflutet werden. Der "Ostsee" soll laut Vattenfall der größte künstliche See in Deutschland mit 19 Quadratkilometern Wasseroberfläche werden.

Die Grube Cottbus-Nord war seit 1981 in Betrieb. Bis heute wurden nach Konzernangaben rund 220 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. In der Lausitz liegt das zweitgrößte Braunkohlerevier Deutschlands, im Rheinland wird noch mehr gefördert.

Aus für Vattenfall-Braunkohle bis 2040

Vattenfall will sich aus dem Braunkohle-Geschäft in Ostdeutschland auch aus Umweltgründen zurückziehen und stärker auf erneuerbare Energie setzen. Wie es mit der Lausitzer Braunkohle weitergeht, ist ungewiss. Bislang ist vorgesehen, dass die letzte der fünf Gruben Mitte 2040 stillgelegt wird.

Quelle: DPA