Alltagsbetrieb

Erster Elektro-smarkt fährt in Berlin

Seit Donnerstag sind in Berlin die ersten alltagstauglichen Elektro-smarts auf den Straßen unterwegs. Mit dem Start für emissionsfreies Fahren von Privatleuten in batteriegetriebenen Autos beginne die zweite Phase des Großprojekts "e-mobility berlin" von Daimler und RWE für klimaschonende Elektromobilität.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp-bln/red) - Gut ein Jahr nach dem Start gelte es als eines der weltweit vielversprechendsten Projekte dieser Art., sagte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche. Der RWE-Konzern nahm zugleich die von ihm geschaffene Strom-Ladeinfrastruktur für Elektro-Fahrzeuge offiziell in Betrieb. Nach Angaben von Vorstandschef Jürgen Großmann sind bundesweit schon 170 Ladestationen entstanden, 70 davon in Berlin. Das Netz soll 2010 auf über 1000 Stationen, über die Hälfte davon in der Hauptstadt, wachsen.

Millionen-Förderung für Elektroautos

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sprach von einem weiteren Schritt in die Zukunft. Es gelte zugleich im weltweiten Wettbewerb in Sachen Elektromobilität noch mehr "Strom" zu geben, um die deutsche Spitzenposition zu halten und auszubauen. Er überreichte Zetsche einen Bewilligungsbescheid über weitere 6 Millionen Euro aus einer Förderzusage des Bundes über eine halbe Milliarde Euro. Das Ziel von einer Million Elektroautos in Deutschland bis 2020 sei "ehrgeizig, aber erreichbar".

Serienproduktion von e-smart ab 2012

In der zweiten Phase von "e-mobility berlin" sollen weitere Erfahrungen über technische Abläufe und Kundenverhalten beim Fahren und Tanken im Alltag bis zum geplanten Start der Jahres-Serienproduktion von über 10.000 e-smart 2012 gesammelt werden. Als Strategie für den Elektrobetrieb gilt, tagsüber fahren und nachts an einer Strom-Ladestation oder auch einer herkömmlichen Steckdose neue Energie "tanken".