Atomkraftwerk Emsland

Erster Castor im Zwischenlager in Lingen

Heute wurde am Atomkraftwerk Emsland im niedersächsischen Lingen das erste dezentrale Zwischenlager eingeweiht. Mit einer Laufzeit von 40 Jahren kann das etwa 2000 Quadratmeter große Lager insgesamt 125 Castor-Behälter aufnehmen, so dass es keine Castor-Transporte mehr von Lingen aus geben wird.

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Heute ist im Zwischenlager am Standort des Atomkraftwerkes Emsland (KKE) in Lingen (Niedersachsen) der erste Castor V/19-Behälter eingelagert worden. "Nach umfangreichen Dichtheits-Prüfungen und Strahlenschutzmessungen hat das Niedersächsische Umweltministerium der Einlagerung des Castors zugestimmt", berichtete eine Sprecherin des Umweltministeriums.

Die Beladung des Behälters mit abgebrannten Brennelementen und alle Untersuchungen wurden von Sachverständigen im Auftrag des Umweltministeriums begleitend kontrolliert. Künftig sind pro Jahr zwei bis drei Einlagerungen geplant, so dass es keine Castor-Transporte aus Lingen in die zentralen Zwischenlager nach Gorleben oder Ahaus geben wird.

Die Genehmigung für das Zwischenlager am Standort des KKE in Lingen wurde am 7. November 2002 vom Bundesamt für Strahlenschutz erteilt. Mit einer Laufzeit von 40 Jahren kann das etwa 2000 Quadratmeter große Lager insgesamt 125 Castor-Behälter aufnehmen.