Intelligente Stromzähler

Erste Studie zu Smart-Meter-Tarifen veröffentlicht

Kaum ein Grundversorger in Deutschland hat für Stromkunden schon Smart-Meter-Produkte im Portfolio. Die Get AG hat jetzt die erste Kurzstudie vorgelegt, in der bestehende Smart-Meter-Tarife mit den Tarifen der Grundversorgung verglichen werden. Ob der Wechsel sich lohnt, hängt vom Standort und vom Verbrauch ab.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (red) - Die vorhandenen Angebote konzentrieren sich vor allem auf Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die Get AG analysiert in der Smart-Meter-Studie die Angebote von 17 Grundversorgern. Bei der Berechnung wurden Boni und einmalige Kosten wie die Umstellung auf einen digitalen Zähler berücksichtigt.

Bei einer jährlichen Abnahme von 2500 kWh rechnet sich der Wechsel laut Studie bei neun von 16 Angeboten schon im ersten Jahr, eventuelle Spareffekte sind dabei nicht eingeschlossen. Bei 4000 kWh lohnt sich der Wechsel zum Smart-Meter-Tarif dagegen nur in zwei Fällen, bei denen keine Einrichtungsgebühr anfällt. Weiterhin wurden Berechnungen für eine jährliche Abnahme von 1500 und 8000 kWh durchgeführt. Bei 1500 kWh spart man bei acht Anbietern, bei 8000 kWh sind es sechs.

Noch kaum Tarife für intelligente Stromzähler

Nach Angaben des Leipziger Informationsdienstleisters weisen unter den analysierten Lieferanten die Stadtwerke Bielefeld das am weitesten differenzierte Tarifmodell für Smart Meter aus. Neben einer fixen Nachttarifzeit werden an Werktagen fünf Hochtarifzonen und vier Preisstufen unterteilt. Unterschieden wird darüber hinaus lastabhängig zwischen zwei Verbrauchsstufen. Abgesehen davon gibt es keine lastvariablen Tarifmodelle. Immerhin neun Lieferanten unterscheiden zwei zeitabhängige Preisstufen, sieben setzen eine dritte Stufe fürs Wochenende an. Die vollständige Übersicht gibt es unter get-ag.com.