Bundesnetzagentur

Erste Photovoltaik-Ausschreibung gestartet

Um die Kosten für den Photovoltaik-Ausbau zu senken und dennoch die gesetzlichen Ausbauziele zu erreichen, hat die Bundesnetzagentur beschlossen, Freiflächenanlagen in Ausschreibungsverfahren zu vergeben. Die Gebote für die erste Runde können bis zum 15. April 2015 eingereicht werden.

Klimaschutz© Rainer Sturm / pixelio.de

Bonn (red) - Die Bundesnetzagentur hat am Dienstag die erste Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen bekannt gegeben. Damit wird die Förderung von einem festgelegten Fördersatz auf wettbewerblich ermittelten Fördersätzen umgestellt, teilte der Präsident der Bundesnetzagentur mit. Bis zum 15. April können Investoren ihre Gebote bei der Bundesnetzagentur abgeben.

Kosten beim Photovoltaik-Ausbau senken

Die finanzielle Förderung erneuerbaren Stroms soll nach dem EEG 2014 nicht mehr gesetzlich vorgegeben werden, sondern in einem Marktmechanismus ermittelt werden. Ziel der Ausschreibungsverfahren ist die Reduzierung der Kosten des Ausbaus der erneuerbaren Energien unter Wahrung der heute vorhandenen Vielfalt der Akteure. Gleichzeitig sollen die gesetzlichen Ausbauziele erreicht werden. Das Pilotverfahren für PV-Freiflächenanlagen dient der Erprobung des Verfahrens, bevor ab spätestens 2017 auch für alle anderen erneuerbaren Energieträger Ausschreibungsverfahren eingeführt werden sollen.

Modalitäten zur Ausschreibung

Für diesen Gebotstermin beträgt das Ausschreibungsvolumen 150 MW, das Höchstgebot beträgt 11,29 Cent pro Kilowattstunde. Den Geboten sind Angaben und Unterlagen zu den Flächen beizufügen, auf denen die Anlagen errichtet werden sollen. Die Gebote müssen sich auf eine bestimmte Förderhöhe in Cent pro Kilowattstunde für den in den Anlagen erzeugten Strom sowie auf eine Anlagengröße in Kilowatt beziehen. Die Gebote, in denen die niedrigste Förderhöhe angeboten wird, erhalten den Zuschlag, solange bis das Volumen der jeweiligen Ausschreibungsrunde erreicht ist.

Ausschreibung in mehreren Runden

Die Ausschreibung der Förderung von PV-Freiflächenanlagen findet in drei jährlichen Runden statt. Jede Gebotsrunde wird etwa acht Wochen vor dem Gebotstermin auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur bekannt gegeben. Die zwingend einzuhaltenden Formatvorgaben für die Verfahren sind dort ebenfalls abrufbar.