Über Norderney

Erste Offshore-Windparks werden an Stromnetz angebunden

Gestern wurde der erste Spatenstich für die Netzanbindung der ersten Offshore-Windparks in der Nordsee getan. Mit der Baumaßnahme werden auf der Insel Norderney die baulichen Voraussetzungen geschaffen, um die Kraftwerke mit einer Leistung von mindestens 3.000 Megawatt ans Stromnetz anzuschließen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat den gestrigen Baubeginn für die Kabelverbindung über die Insel Norderney begrüßt. "Jetzt geht es mit der Offshore-Windenergienutzung in Deutschland voran", so der Minister. Die Baumaßnahme auf Norderney schaffe die Voraussetzung für die Kabelanbindungen der ersten Offshore-Windparks in der Nordsee. In einem ersten Schritt werden nun die baulichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass auf der Insel die Offshore-Kabel verlegt werden können.

Offshore-Windenergienutzung Die ersten Offshore-Windparks vor Niedersachsen sollen eine Gesamtleistung von mindestens 3.000 Megawatt haben und über Norderney ans Netz angebunden werden. Auch das Offshore-Testfeld vor Borkum wird über Norderney an das Stromnetz an Land angeschlossen. Mit dem Baubeginn ist der Grundstein für die Inbetriebnahme des Testfeldes im Jahr 2008 gelegt. Der Weg für die Querung der Insel wurde im Herbst 2006 unter Moderation des Bundesumweltministeriums freigemacht.

Gabriel dankte dem Land Niedersachsen und der Stadt Norderney sowie allen weiteren Beteiligten für ihr Engagement. Insbesondere begrüßte er, dass das Unternehmen BARD Engineering die Baumaßnahme jetzt durchführen lässt und dass E.ON Netz schnell erklärt hat, die Kosten zu übernehmen. Diese schnelle Lösung sei durch das Infrastrukturplanungsbeschleunigungsgesetz ermöglicht worden, durch das die Netzanbindung der ersten Offshore-Windparks auf die Netzbetreiber übertragen wurde. Diese Regelung wurde Ende vergangenen Jahres beschlossen. "Wir schaffen eine gebündelte und koordinierte Netzanbindung der Offshore-Windparks. Dies schont die Umwelt und reduziert die Kosten“, so Gabriel.

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