Zukunft

Erste Kohle im neuen Feld Schwerzau abgebaut

Die erste Braunkohle des neuen Abbaufeldes Schwerzau im Tagebau Profen ist heute gefördert worden. In diesem Feld der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH (Mibrag), das sich über eine Fläche von 888 Hektar erstreckt, lagern 115 Millionen Tonnen Rohbraunkohle.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Theißen (ddp-lsa/sm) - Seit Januar 2004 wird dort bereits der Abraum bewegt. Der Vorsitzende der Mibrag-Geschäftsführung, Bruce P. De Marcus, betonte am Montag: "Damit sichern wir uns ein Stück Zukunft."

Die am Abbaufeld gelegene gleichnamige Gemeinde wurde Anfang der 90er Jahre im Nachbarort Draschwitz neu errichtet. Etwa 40 Schwerzauer siedelten damals gemeinsam um und bauten sich dort ein neues Zuhause. In den nächsten Jahren will die Mibrag jährlich bis zu neun Millionen Tonnen Kohle zur Versorgung des Kraftwerkes Schkopau bei Merseburg und anderer Abnehmer fördern. Dazu müssen pro Jahr etwa 37 Millionen Kubikmeter Abraum bewegt und 40 Millionen Kubikmeter Wasser gehoben werden.

Das Unternehmen aus Theißen im Süden von Sachsen-Anhalt investiert nach eigenen Angaben in die Erschließung des neues Baufeldes Schwerzau 130 Millionen Euro.

Der Tagebau Profen besteht aus den drei Abbaufeldern Profen Süd, Schwerzau und Domsen. Noch bis 2008 wird Kohle in den beiden Feldern Profen-Süd und Schwerzau gefördert. Ab 2015 beginnt die Mibrag schrittweise mit dem Übergang von Schwerzau in das dritte Abbaufeld Domsen. Der Betrieb im Tagebau Profen ende im Jahr 2030.