Castor rollt

Erste Atommüllbehälter haben ihre Reise angetreten

Die ersten Castorbehälter haben in der Nacht zu Mittwoch La Hague verlassen und sind nach Valognes gebracht worden, wie Greenpeace berichtet. Auf weitere Behälter wird dort gewartet. Von Valognes aus soll die Reise ins niedersächsische Gorleben weitergehen, wo der Atommüll gelagert werden soll.

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La Hague/Hamburg (dapd/red) - Drei Castorbehälter mit hochradioaktivem Atommüll haben in der Nacht zu Mittwoch die Wiederaufbereitungsanlage im nordfranzösischen La Hague verlassen, wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace in Hamburg mitteilte. In drei Speziallastwagen seien sie zum Verladebahnhof des Atomkonzerns Areva in Valognes gebracht worden, habe Greenpeace-Atomexperte Yannick Rousselet aus Frankreich berichtet. Dort würden die Castorbehälter vom Typ HAW 28 M auf Bahnwaggons verladen.

Für Mittwoch wird ein weiterer Castortransport mit zwei Behältern des gleichen Typs von La Hague nach Valognes erwartet. Bis zur Abfahrt wird in Valognes nach und nach der Zug mit den elf Castorbehältern für den Transport ins niedersächsische Gorleben zusammengestellt werden. Am 5. November soll der Atommülltransport nach Gorleben starten. Zahlreiche Atomkraftgegner haben bereits Proteste angekündigt.