Überlebenswichtig

Ersatz für Förderprogramm gefordert: Solarenergie droht Marktstillstand

Die Verzögerung der Novellierung des Erneuerbare-Energien_Gesetzes und das ersatzlose Auslaufen des 100.000-Dächer Solarstromprogramms kann zum Verlust des Technologievorsprungs führen. Das befürchten zumindest die deutschen Solarverbände und fordern daher einen Ersatz für das Förderprogramm.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Ende Juni diesen Jahres ausgelaufenen 100.000 Dächer-Programm zur Förderung von Solarstromanlagen muss dringend ersetzt werden. Das jedenfalls fordert die Solarindustrie, denn andernfalls drohen im nächsten Jahr Schließungen von Solarfabriken infolge ausbleibender Kunden und Finanzierungszusagen. Die geplante Auffanglösung im Rahmen der geplanten EEG-Novelle würde aus Sicht der Industrieverbände erst zu spät greifen.

Der Bundesverband Solarindustrie (BSi) und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) fordern zudem eine zügige Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). "Weitere Verzögerungen bei der Gesetzesnovelle führen zu einem Abbruch des Solarbooms, zu Schließungen deutscher Solarfabriken und zu einem Verlust deutschen Technologievorsprungs", warnt UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig. In den letzten Jahren sei es aufgrund attraktiver Markteinführungsinstrumente und erheblicher Anstrengungen der Wirtschaft gelungen, Deutschland neben Japan weltweit zum Spitzenreiter bei der Solarstromtechnologie (Photovoltaik) zu machen.