Einwendungen

Erörterung zum Zwischenlager am Atomkraftwerk Grafenrheinfeld beginnt

Gestern hat in Gerolzhofen das Eröterungsverfahren zum geplanten dezentralen Zwischenlager am AKW Grafenrheinfeld begonnen. Antragsteller ist die E.ON Kernkraft GmbH.

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Gestern begann in Gerolzhofen die vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Genehmigungsbehörde durchgeführte Erörterung des Antrags der E.ON Kernkraft GmbH auf Errichtung eines dezentralen Zwischenlagers am Standort des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld. Nun haben Einwender, die während der öffentlichen Auslegung im Frühjahr 2001 schriftlich Widerspruch eingelegt hatten, Gelegenheit, ihre Argumente zu erläutern und zu vertiefen. Die dargelegten Aspekte werden im weiteren Genehmigungsverfahren mitgeprüft. Während der zweimonatigen Auslegung sind etwa 44 500 Einwendungen gegen das Zwischenlager erhoben worden.

Zwischenlager an den Atomkraftwerks-Standorten sind die Voraussetzung dafür, Transporte in die zentralen Zwischenlager Gorleben und Ahaus sowie zur Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente in La Hague und Sellafield überflüssig zu machen. Das auf dem Atomkonsens zwischen Bundesregierung und Energieversorgungsunternehmen basierende Konzept sieht vor, abgebrannte Brennelemente bis zu dem Zeitpunkt, zu dem ein Endlager in tiefen geologischen Schichten zur Verfügung steht, am Kraftwerksstandort zwischenzulagern, um sie dann direkt in das Endlager zu transportieren. Aus heutiger Sicht geht das BfS davon aus, dass das Standort-Zwischenlager Grafenrheinfeld im Falle einer Genehmigung im Jahr 2005 betriebsbereit sein kann.