Strom-News
BlockadeIn einer französischen Kernforschungsanlage hat sich erneut eine Störung ereignet. Die "Anomalie" sei bei einem Testlauf in dem Forschungsreaktor in Cadarache in der Provence festgestellt worden. Der Vorfall wurde mit der zweitniedrigsten Stufe eingeordnet.
Paris (afp/red) - Das teilte das französische Kommissariat für Atomenergie (CEA) am Freitag mit. In dem Reaktor sollten demnach neue Steuerstäbe getestet werden, von denen ein einziger normalerweise reichen müsse, um die Kettenreaktion im Reaktor zu stoppen. Einer dieser Stäbe, die in den Reaktorkern eingefahren werden, sei beim Absenken aber "blockiert" worden.
Das Kommissariat habe den Vorfall an die Atomaufsichtsbehörde ASN gemeldet und empfohlen, ihn als "Störung" einzustufen. Dies entspricht der zweitniedrigsten Stufe der internationalen Ereignisskala INES, die insgesamt acht Stufen umfasst. Im Dezember hatte sich in einer Forschungsanlage des CEA im Großraum Paris eine Störung ereignet. Dabei setzte eine Lüftungsanlage in einem Labor der Einrichtungen aus.
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Nach drei Jahrzehnten Pause sollen in den USA erstmals wieder neue Atomreaktoren gebaut werden. US-Präsident Barack Obama kündigte am Dienstag staatliche Kreditzusagen in Höhe von umgerechnet rund 5,9 Milliarden Euro für den Bau von zwei Reaktoren an.
Italien hat am Mittwoch endgültig die Rückkehr zum Atomstrom beschlossen. Das entsprechende Dekret wurde vom Kabinett in Rom verabschiedet, wie das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung mitteilte. Die Berlusconi-Regierung hatte einen entsprechenden Schritt bereits angekündigt.
Mit einem Plädoyer für den Atomausstieg hat Bundesumweltminister Röttgen seine Parteikollegen aufgeschreckt. Er riet der Union am Samstag dazu, sich möglichst bald von der Atomkraft zu verabschieden und auf erneuerbare Energien zu setzen. Unions-Kollegen reagierten empört, selbst bei den Grünen kam wenig Begeisterung auf.
Beim Störfall in der Urananreicherungsanlage Gronau am vergangenen Donnerstag ist der Strahlen-Grenzwert deutlich überschritten worden. Bei dem Zwischenfall war in der Behältervorbereitung Uranhexafluorid (UF6) freigesetzt und ein Mitarbeiter verstrahlt worden. Die Ermittlungen zu dem Störfall dauern an.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will den zukünftigen Bedarf an Atomkraft mit Hilfe von Energieszenarien errechnen lassen. So solle der Anteil an Atomstrom immer weiter sinken, je nachdem, wie viel Kernenergie noch benötigt werden, hieß es.
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