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In RevisionIm hessischen Atomkraftwerk Biblis ist erneut eine Störung aufgetreten. Wie das Umweltministerium in Wiesbaden als zuständige Aufsichtsbehörde am Mittwoch mitteilte, sei am vergangenen Samstag im Ringraum des Reaktorblocks B ein Leck an einer Rohrleitung des Nebenkühlwassersystems entdeckt worden.
Biblis (ddp/sm) - Das Loch sei abgedichtet worden. Die Leitung werde bei der derzeitigen Revision des Kraftwerks saniert. Personal, Umgebung oder Anlage seien nicht gefährdet gewesen, hieß es vonseiten des Ministeriums.
Bei der Störung handele es sich um die vierte Störung innerhalb von eineinhalb Wochen, die RWE als Betreiber von Deutschlands ältestem Kernkraftwerk meldete. Auch die anderen Störungen wurden als ungefährlich eingestuft.
Beide Reaktorblöcke von Biblis sind derzeit abgeschaltet. Die voraussichtlich bis September dauernde Revision von Block A soll nach Angaben von RWE rund 70 Millionen Euro kosten. Block B wird seit Ende Januar bis voraussichtlich Ende Mai überprüft.
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Die von Schweden ankündigte Abkehr vom Atomausstieg sorgt in Deutschland für neuen energiepolitischen Streit. Die Union sieht sich in ihrer Ansicht bestätigt, die SPD warnte davor, den Atomausstieg wieder rückgängig zu machen. Energieexperten messen der Entscheidung Schwedens derweil keine große praktische Bedeutung bei.
Schwedens Regierung macht beim geplanten Atomausstieg offenbar einen Rückzieher. Bei einer Neuformulierung der Energiepolitik stellte die Mitte-Rechts-Koalition am Donnerstag klar, dass demnächst auch neue Atomkraftwerke gebaut werden könnten.
Im Jahr 2008 haben die deutschen Kernkraftwerke ihre Bruttostromerzeugung um 5,9 Prozent erhöht. Sie stieg von 140,5 Milliarden Kilowattstunden in 2007 auf 148,8 Milliarden kWh im vergangenen Jahr.
Umweltverbände rufen in Zusammenhang mit dem umstrittenen Bau eines Atomkraftwerks in Bulgarien zum Boykott von RWE auf. "Wenn RWE hier investiert, zeigt der Konzern, wie wenig ihm die Sicherheit und Gesundheit europäischer Bürgerinnen und Bürger wert ist", erklärte der Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings, Helmut Röscheisen.
Grünen-Politiker aus Bund und Ländern wollen nach Zeitungsinformationen die Auflagen des Atomausstiegs verschärfen. Der finanzpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Gerhard Schick, zwei Bundestagsabgeordnete sowie Landesvorsitzende aus Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Sachsen-Anhalt forderten in einem Positionspapier Betriebsverbote für alte AtommeilerStrompreise vergleichen
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