Ölleckage

Erneut Defekt im still stehenden AKW Krümmel

Bei einer Kontrolle im weiter stillstehenden Atomkraftwerk Krümmel ist ein defektes Ventil an einem Notstromdiesel entdeckt worden. Wegen einer dadurch entstandenen Ölleckage war eines der sechs Notstromaggregate nicht mehr uneingeschränkt betriebsfähig. Gleichwohl sei die Stromversorgung trotzdem gewährleistet gewesen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (dapd/red) - Das teilte das für Atomaufsicht zuständige schleswig-holsteinische Justizministerium am Dienstag mit. Nach Angaben von Betreiber Vattenfall wurde das defekte Ventil bereits ausgetauscht.

Laut Ministerium war die Notstromversorgung auch während des Ausfalls des betroffenen Diesels gewährleistet. Bei abgeschalteter Anlage müssen stets drei Notstromdiesel verfügbar sein. Bei dem Defekt handelte es sich um ein meldepflichtiges Ereignis der Kategorie "N" (Normalmeldung).

Das AKW Krümmel ist bis auf eine zweiwöchige Ausnahme im Sommer 2009 seit Ende Juni 2007 vom Netz. Damals war ein Maschinentransformator nach einem Kurzschluss in Brand geraten. Nach einem Kurzschluss in einem baugleichen Trafo musste der Atommeiler am 4. Juli 2009 per Schnellabschaltung vom Netz genommen worden.