Stabile Förderlage schaffen

Erneuerbaren Energien: Wachsender Umsatz und hohe Exportquote

Der Branchenumsatz der Erneuerbaren Energien wird nach eigenen Prognosen in diesem Jahr um 17 Prozent auf 32 Milliarden Euro wachsen. Zukünftige Wachstumsquoten können aber nur auf Basis einer stabilen Förderlage erreicht werden, daher fordern die Marktteilnehmer unter anderem eine Überprüfung des EEG.

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Berlin (red) - Rund 300 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten in Berlin auf der 3. Konferenzen der Erneuerbaren Energien ee07 über das Wachstum im Sektor der Erneuerbaren Energien. "Fast jede zweite Windanlage kommt inzwischen aus Deutschland", kommentierte Dr. Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes Windenergie und Vizepräsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien das Wachstum der Branche. Allein im Bereich Windenergie werden nach Aussage von Ahmels inzwischen 80 Prozent der Umsätze im Ausland getätigt, informiert der Europressedienst.

Insgesamt soll die Branche bis 2010 zweistellig auf rund 45,3 Milliarden Euro Gesamtumsatz wachsen, damit verbunden werden schätzungsweise 45.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Nach Aussage von Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), profitiert auch die deutsche Wirtschaft von den Erneuerbaren. Laut Kemfert steigen die Preise für Öl und Gas in den nächsten Jahren weiter an, wodurch sich die Energiekosten in Deutschland kontinuierlich erhöhen und die Erneuerbaren Energien schneller wettbewerbsfähig werden. Kemfert machte aber auch deutlich, dass sich der Strompreis durch das EEG um fünf Prozent erhöhen kann. Gleichzeitig würden sich durch den Zubau der Erneuerbaren der Börsenpreis sowie der CO2-Zertifikatepreis verringern. Damit ist eine Entlastung von 12 Milliarden Euro zu erwarten, die ansonsten im Wesentlichen von Privathaushalten und energieintensiven Industrien getragen werden müsste, so der Europressedienst weiter.

Wie sensibel der Markt für Erneuerbare Energien auf Veränderungen der Förderbedingungen reagiert, machte Andreas Düser, Vertriebsleiter NRW der Enercon GmbH am Beispiel des Biodiesel deutlich. "Die erste Generation der Biokraftstoffe ist heute wettbewerbsfähig. Aber durch die in 2006 eingeführte Besteuerung hat sich das Absatzsatzpotential stark verschlechtert." Alle Teilnehmer sprachen sich für eine zügige Überprüfung des EEG aus, die noch in diesem Jahr ansteht. Es dürfe zu keiner Verunsicherung im Markt kommen, wenn die Überprüfung des EEG an das geplante Umweltgesetzbuch gekoppelt wird.