Querschnittsthema

Erneuerbare: Umweltministerium startet Forschungsschwerpunkt

Das Bundesumweltministerium hat gestern seinen neuen Forschungsschwerpunkt "Querschnittsthemen Erneuerbare Energien" vorgestellt. Mehr als 40 Institute berichten im Rahmen einer Fachtagung noch bis heute über den aktuellen Stand von insgesamt mehr als zwei Dutzend Vorhaben.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Eine moderne Energieversorgung steht unter dem Leitziel der Nachhaltigkeit. Wir müssen daher im Rahmen der begleitenden Forschung sicherstellen, dass wir durch das Zusammenspiel von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz diesem Ziel näher kommen", sagte Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, zur Eröffnung der Tagung.

Neben der Evaluierung wichtiger Politikinstrumente wie dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ein Ziel des Querschnitts-Forschungsprogramm die Entwicklung innovativer Förderinstrumente, beispielsweise für ein regeneratives Wärmegesetz, um den erneuerbaren Energien auch im Bereich der Wärmeversorgung zum Durchbruch zu verhelfen. Auch der optimierte Ausbau der Biogas-Erzeugung, Wege zu einer nachhaltigen Mobilität und sicherheits- und arbeitsmarktpolitische Aspekte gehören zu den Fragestellungen, die das Bundesumweltministerium untersuchen lässt.

Wenngleich der Ausbau der erneuerbaren Energien von einer großen Mehrheit der Bevölkerung befürwortet und unterstützt werde, hat das Bundesumweltministerium erstmals eine sozialwissenschaftliche Akzeptanzstudie in Auftrag gegeben. Ziel ist, Vorbehalte gegenüber erneuerbaren Energien in der Bevölkerung zu ermitteln und sie zu überwinden. "Andere Energieformen können von der breiten gesellschaftlichen Zustimmung für die erneuerbaren Energien nur träumen. Es ist aber ein wichtiges Ziel, diese Sympathie zu erhalten und zu stärken", betonte Müller. Zwischenergebnisse der Studie sollen ebenfalls auf der Fachtagung vorgestellt werden.

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