Strommix

Erneuerbare erzeugen 30 Prozent des Stroms in Deutschland

Erneuerbare Energien machten 2015 den größten Anteil am Strommix in Deutschland aus. Die meiste Energie wurde dabei mit Hilfe von Sonne und Wind produziert. Dementsprechend ist die Erzeugung in konventionellen Kraftwerken zurückgegangen.

Erneuerbare Energien© luigi giordano / Fotolia.com

Berlin (red) - Erneuerbare Energien haben den größten Anteil im deutschen Strommix. Im Jahr 2015 erzeugten regenerative Anlagen 30 Prozent des Stroms (2014: 25,9 Prozent). Dies ergaben vorläufige Erhebungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Der weitere Anlagenzubau und die günstigen Witterungsverhältnisse haben den Erneuerbaren diesen Rekordwert beschert. Insgesamt stieg die Bruttostromerzeugung in diesem Jahr auf 647,1 Milliarden Kilowattstunden (Milliarden kWh), 2014 waren es 627,8 Milliarden kWh.

Wind brachte bei den Erneuerbaren den meisten Strom

Insbesondere die Stromerzeugung aus Windenergieanlagen an Land macht aktuell einen Anteil von zwölf Prozent (8,9) am Strommix aus. Hinzu kommen 1,3 Prozent (0,2) durch Offshore-Windenergieanlagen. Photovoltaikanlagen produzierten ebenfalls mehr Strom als im Vorjahr und liegen aktuell bei 5,9 Prozent (5,7). Biomasse erzielte 6,8 Prozent (6,9) am Strommix, und die Stromerzeugung aus Wasserkraft belief sich auf 3,0 Prozent (3,1). In absoluten Zahlen stieg die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien auf 194,1 Miliarden kWh (2014: 162,5).

Anteil aus konventionellen Kraftwerken sinkt

Braunkohlekraftwerke kamen auf einen Anteil an der Stromerzeugung von 24,0 Prozent (24,8). Steinkohlekraftwerke trugen 18,2 Prozent (18,9) bei. Der Anteil von Kernenergie liegt bei 14,1 Prozent (15,5). Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung ist erneut gesunken auf 8,8 Prozent (9,7).