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Erneuerbare Energien: Trittin und Lackmann erwarten 400 000 neue Stellen

Über die Perspektiven beim Ausbau von Arbeits- und Ausbildungsplätzen berichteten heute in Berlin führende Unternehmensvertreter der Erneuerbare-Energien-Branche. Trittin rechnet aufgrund des veranschlagten Investitionsvolumens mit einem Beschäftigungseffekt von knapp 400 000 Arbeitsplätzen bis 2020.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Bundesumweltminister Jürgen Trittin präsentierte heute auf der Veranstaltung "Deutschland hat unendlich viel Energie" gemeinsam mit Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE), aktuelle Zahlen zur Arbeitsplatzentwicklung in der Branche. Führende Unternehmensvertreter aus den Bereichen Windkraft, Solarenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie berichteten über ihre Perspektiven beim Ausbau von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Begleitend stellten Jugendliche ihre Projekte der Aktion "Jugend mit unendlicher Energie" vor.

Aufgrund des veranschlagten Investitionsvolumens und eines prognostizierten Gesamtumsatzes von 40 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 wird im Bereich der erneuerbaren Energien mit einem Beschäftigungseffekt von knapp 400 000 Arbeitsplätzen in diesem Zeitraum gerechnet. Derzeit gebe es in Deutschland knapp 120 000 Arbeitsplätze in diesem Bereich. Trittin: "Dank der Rahmenbedingungen, die die Bundesregierung geschaffen hat, sind die erneuerbaren Energien zu einer boomenden Branche ohnegleichen geworden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das durch die Ökosteuer finanzierte Marktanreizprogramm und die Mineralölsteuerbefreiung für Biokraftstoffe schaffen Investitionssicherheit und somit Anreize für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Das kommt nicht nur dem Klima zugute, sondern stärkt auch den Standort Deutschland."

Die Nutzung erneuerbarer Energien ist in den letzten Jahren in Deutschland deutlich gestiegen. Bereits heute erwirtschaften die Branchen einen Gesamtumsatz von knapp zehn Milliarden Euro. Knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes (Umsatz aus Errichtung und Betrieb von Anlagen) entfalle auf die Windbranche mit fast 4,8 Milliarden Euro. Nach der Biomasse mit knapp 2,8 Milliarden Euro sei insbesondere in der Solarenergie ein Zuwachs auf 1,4 Milliarden Euro zu verzeichnen.

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