Studie

Erneuerbare Energien sollen eine halbe Million Jobs schaffen

In Deutschland werden einer Studie zufolge in den kommenden zehn Jahren rund 235 Milliarden Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert. Die Zahl der Beschäftigten steigt im gleichen Zeitraum auf 500.000 an und übertrifft damit andere Schlüsselindustrien wie etwa die Chemiebranche deutlich.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - Die jährlichen Ausgaben für Anlagen zur Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen werden sich bis zum Jahr 2020 auf über 28 Milliarden Euro verdoppeln. Das geht aus einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Erhebung hervor, die der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in Auftrag gegeben hatte.

Voraussetzung für die Entwicklungen seien allerdings stabile Bedingungen wie sie das Erneuerbare-Energien-Gesetz biete, sagte BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann. Daher müsse auch in den Bereichen Wärme und Verkehr die erneuerbaren Energieträger gefördert werden, sagte Klusmann.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) verwies darauf, dass die in der BEE-Prognose genannte Höhe der Investitionen weit über die Summe hinausgehe, die die Energiewirtschaft für regenerative Energien aufbringen werde. In die Erhebung seien offenbar auch Gelder von Privatleuten geflossen, die im eigenen Haushalt in Photovoltaikanlagen investierten. Das dürfte für eine erhebliche Steigerung gesorgt haben, hieß es. Der BDEW schätzt, dass seine Mitgliedsunternehmen bis 2020 insgesamt 80 Milliarden Euro in die Erzeugung sowohl erneuerbarer als auch konventioneller Energien in Kraftwerken und Netzen investieren werde.