Strom-News
EEG-UmlageDie erneuerbaren Energien könnten Strom in diesem Jahr einem Bericht zufolge noch einmal deutlich teurer machen. Die EEG-Umlage zur Förderung von Strom aus regenerativen Quellen könnte in diesem Jahr nämlich um ein Drittel steigen. Wenn dem so wäre, würden die Strompreise merklich anziehen.
Berlin (AFP/red) - Das berichtete das "Handelsblatt" vom Mittwoch unter Berufung auf das Umfeld der Netzbetreiber. Die Unternehmen stellen sich demnach auf eine Umlage von 4,8 und 5,2 Cent pro Kilowattstunde Strom ein. Derzeit beträgt die Abgabe 3,59 Cent.
Ökostrom-Anteil erhöht die EEG-Umlage
(Foto / Abb.: Simon Kraus / Fotolia.com)
Die Netzbetreiber wollten die Angaben auf Anfrage des "Handelsblatts" nicht bestätigen. Sie verwiesen darauf, dass die Entscheidung zur EEG-Umlage immer im Herbst getroffen werde. Erneuerbare Energien werden in Deutschland durch eine garantierte Vergütung für eingespeisten Strom gefördert. Diese liegt über dem Marktpreis, sinkt aber regelmäßig. Das Geld dafür wird über die EEG-Umlage bei vielen Stromkunden eingesammelt, ausgenommen sind aber Unternehmen mit einem besonders hohen Stromverbrauch.
Besonders stark gestiegen ist die Umlage zuletzt durch den schnellen Zubau neuer Solaranlagen. Die schwarz-gelbe Koalition hatte daher erst kürzlich eine drastische Kürzung der Solarförderung beschlossen. Dem muss der Bundesrat aber noch zustimmen. Ob dies klappt, ist allerdings noch unklar. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte versprochen, die EEG-Umlage werde den aktuellen Wert von rund 3,6 Cent nicht auf Dauer überschreiten.
Wer derzeit überlegt, den Stromanbieter zu wechseln, wäre also gut beraten, wenn er sich einen Tarif mit Preisgarantie suchen würde. Bei eingeschränkten Preisgarantien sollte man darauf achten, ob die EEG-Umlage eingeschlossen ist oder nicht.
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