Rechtliche Grundlage

Erneuerbare Energien: Deutschland und Spanien unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Deutschland und Spanien haben ein Übereinkommen zur Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien geschlossen. Somit besteht für die weitere Zusammenarbeit eine rechtliche Grundlage. Für Dezember 2005 ist in Berlin ein Erfahrungsaustausch geplant.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Anlässlich der "Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien 2004" in Bonn, renewables2004, hatten Spanien und Deutschland vereinbart, ihre Erfahrungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien im Strombereich auszutauschen und in diesem Bereich stärker zu kooperieren. Jetzt wurde eine Gemeinsame Erklärung Deutschlands und Spaniens unterschrieben und damit der bereits laufenden Zusammenarbeit eine rechtliche Grundlage gegeben.

Laut Mitteilung des Bundesumweltministeriums liegt der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Deutschland bei 11 Prozent, in Spanien bei 20 Prozent. In Spanien und Deutschland wird die Kilowattstunde aus erneuerbaren Energien auch am Billigsten produziert: Während die Kosten der Kilowattstunde in beiden Ländern zwischen rund 7 und 8,5 Cent liegen, sind sie den Angaben zufolge in Ländern ohne gesetzliche Einspeiseregelung erheblich höher: in Grossbritannien bei gut 10 Cent, in Italien 15,5 Cent. In Spanien gibt es mit dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vergleichbare gesetzliche Einspeiseregelungen. Über 15 EU-Mitgliedsstaaten haben inzwischen eine mit dem deutschen EEG vergleichbare gesetzliche Regelung.

Bereits Anfang des Jahres fand in Madrid ein erster Workshop statt. Zum zweiten Workshop lädt das Bundesumweltministerium Mitte Dezember nach Berlin ein. Neben Spanien sollen auch Vertreter aus anderen europäischen Ländern, die Einspeiseregelungen haben, teilnehmen und somit von den Erfahrungen Spaniens und Deutschlands profitieren. Für diese Länder bestehe die Möglichkeit, sich der Kooperation anzuschliessen, so das Umweltministerium.