Düsseldorfer Erklärung

Erneuerbare-Energien-Branche begrüßt Forderung nach Wärmegesetz

In ihrer "Düsseldorfer Erklärung" haben sich die Umweltminister von Bund und Ländern für die Einführung eines Wärmegesetzes für Erneuerbare Energien ausgesprochen. Der BEE begrüßt dies und erwartet, dass somit Investitionen in Höhe von 70 Milliarden Euro angestoßen und 50.000 Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf/Berlin (red) - Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt diese Forderung der Düsseldorfer Erklärung. "Nirgendwo sonst kann das klimaschädigende CO2 schneller und günstiger vermieden werden, als im Wärmebereich." Die Bundesregierung müsse jetzt dringend einen Gesetzentwurf vorlegen. Die Düsseldorfer Erklärung zeige, dass sie im Bundesrat die Unterstützung dafür bekommen werde.

Die Branche der Erneuerbaren Energien erwartet, dass mit Hilfe eines Wärmgesetzes der Anteil Erneuerbarer Energien im Wärmebereich in Deutschland von heute gut sechs Prozent auf 20 Prozent im Jahr 2020 gesteigert werden kann. Hierzu könnten in Deutschland Investitionen in Höhe von 70 Milliarden Euro angestoßen und 50.000 Arbeitsplätze allein in diesem Bereich geschaffen werden. Schon im Jahr 2012 könnten durch den Ausbau Erneuerbarer Energien im Wärmebereich zehn Millionen Tonnen CO2 weniger emittiert werden.

Die Verbände der Erneuerbaren Energien haben Vorschläge für ein Regeneratives Wärmegesetz gemacht, das für die Verbraucher keine Mehrkosten bringe. Stattdessen versichert es sie mit Hilfe Erneuerbarer Energien im Heizungsbereich gegen weitere Energiepreissteigerungen. Nitzschke: "Wenn das Gesetz klug ausgestaltet wird, kommt man mit dem Geld aus, das ohnehin schon im Bundeshaushalt für Wärme aus Erneuerbaren Energien vorgesehen ist. Belastungen muss es nicht geben. Der Nutzen wäre enorm."

Der BEE setze sich dafür ein, dass auch auf EU-Ebene endlich die Richtlinie für Heizen und Kühlen mit Erneuerbaren Energien kommt. Deutschland solle mit dem Entwurf eines Regenerativen Wärmgesetzes noch während seiner Ratspräsidentschaft mit gutem Beispiel voran gehen, fordert Nitzschke.