Bilanz

Erneuerbare Energien: Auch im Jahr 2005 auf Erfolgskurs!?

"Erneuerbare Energien waren in den vergangenen zwölf Monaten Innovationskraft und Wachstumsmotor für Deutschland", resümierte Dr.Simone Peter, Leiterin der Informationskampagne für Erneuerbare Energien in Berlin, das Jahr 2005. Für das kommende Jahr hat sich die Branche ebenfalls ehrgeizige Ziele gesetzt.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - "Die Windenergie hat ihre Führerschaft auf dem Weltmarkt ausgebaut, nirgendwo werden so viele Solaranlagen installiert wie in Deutschland, die Bioenergie als Multitalent für die Strom-, Wärme- und Kraftstofferzeugung boomt, die Erdwärmenutzung spielt eine immer größere Rolle und bei der Wasserkraft sind einige wichtige Projekte angestoßen worden. Und das Beste: Wir haben allen Grund anzunehmen, dass diese Entwicklung sich in den nächsten Jahren noch beschleunigen wird."

Mit der "Essener Deklaration" vom April 2005 habe sich die Branche der erneuerbaren Energien ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens 20 Prozent des Energiebedarfs an Strom, Wärme und Kraftstoffen in Deutschland aus erneuerbaren Quellen stammen. 200 Milliarden Euro planen die meist mittelständischen Unternehmen dafür zu investieren. Laut einer Unternehmens-Umfrage des Bielefelder SOKO-Instituts will jedes fünfte Unternehmen aus der Branche die Zahl seiner Mitarbeiter bis 2010 mindestens verdoppeln. Zum Jahresende habe zudem die Europäische Kommission positive Signale gesetzt: Sie hält die deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetzgebung für vorbildlich, da sie zu einer schnellen und im europäischen Vergleich sehr kostengünstigen Einführung von Strom aus erneuerbaren Energien geführt habe, erläuterte Peter.

"In Deutschland wird über die wirtschaftliche Situation häufig nur lamentiert. Dagegen zeigen die Nutzer, die Investoren und die nach Branchenangaben etwa 150 000 Beschäftigten, dass Investitionen in erneuerbare Energien in erheblichem Umfang für Wachstum, Arbeitsplätze, Klimaschutz und Versorgungssicherheit sorgen", betonte Peter.