Missbrauch?

Ermittlungsverfahren gegen Stadtwerke Uelzen wegen zu hoher Gaspreise

Während die niedersächsische Landeskartellbehörde die Ermittlungen gegen die Stadtwerke Hannover, Garbsen und Bramsche wegen möglicherweise überhöhter Gaspreise einstellte, müssen sich die Stadtwerke Uelzen auf eine intensivere Untersuchung einstellen. Hier besteht der Verdacht offenbar weiterhin.

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Hannover (ddp-nrd/sm) - Die niedersächsiche Landeskartellbehörde hat wegen Verdachts auf missbräuchlich überhöhte Gaspreise ein Ermittlungsverfahren gegen die Stadtwerke Uelzen eingeleitet. Dies sei bislang das einzige Unternehmen, bei dem nach den Vorermittlungen weiter der Verdacht bestehe, dass die Verbraucher überhöhte Preise zahlen, teilte ein Sprecher des Wirtschaftsministerium heute in Hannover mit. Seit Dezember 2005 waren fünf niedersächsische Gasversorger im Visier der Kartellbehörde.

Nach intensiven Vorermittlungen wurden den Angaben zufolge die Verfahren gegen die Stadtwerke Hannover, Garbsen und Bramsche eingestellt. Sie hätten der Kartellbehörde Belege dafür vorlegen können, dass sie den Verbrauchern keine überhöhten Preise aufgezwungen haben, hieß es weiter. Die Vorermittlungen gegen die Stadtwerke Böhmetal dauern derzeit noch an. Die Landeskartellbehörde hatte zum 1. November 2005 landesweit 63 regionale Gasversorger überprüft.

Da viele Unternehmen zum 1. Januar 2006 ihre Preise erhöht hatten, führte die Behörde laut Ministerium zum 1. Februar 2006 eine erneute Abfrage durch. Dabei hätten die Gasversorger ihre häufigsten Abnahmefälle und Preise sowie Angaben zu Kunden und Netzstruktur mitteilen müssen. Auf Grundlage der Daten prüfe die Kartellbehörde, ob Ermittlungen gegen weitere Gasversorger eingeleitet werden.