Aufklärung der Unglücksursache

Ermittlungen zu Kraftwerksunglück können Wochen dauern

Nach dem Unfall auf der RWE-Kraftwerksbaustelle werden die Untersuchungen zur Unglücksursache noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Sachverständigen seien damit beschäftigt, das Material zu sichten und die Statik zu prüfen, so der zuständige Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Grevenbroich (ddp-nrw/sm) - Wegen der umfangreichen Ermittlungen sei derzeit noch unklar, wann die Untersuchungen der Sachverständigen abgeschlossen werden können. Derzeit befinde sich man sich noch im Status der Vorermittlungen, erklärte Aldenhoff weiter. Erst wenn das Gutachten der Sachverständigen vorliege, könnte eingeschätzt werden, ob es sich um einen reinen Unglücksfall handelt oder menschliches Verschulden in Betracht kommt, das möglicherweise strafrechtlich geahndet werden kann.

Derzeit ist die Unglücksstelle am RWE-Kraftwerk noch beschlagnahmt. Die Bauarbeiten ruhen dort bis auf weiteres. In anderen Bereichen des insgesamt rund 56 Hektar großen Kraftwerksbaus werde "nach und nach wieder der Betrieb aufgenommen", sagte ein Sprecher der RWE Power AG.

Wegen des Unglücks wird sich die für Ende 2009 geplante Inbetriebnahme des ersten Kraftwerksblocks verzögern. Einen Zeitraum wollte der RWE-Sprecher aber nicht nennen. Die Baukosten für das Braunkohlekraftwerk belaufen sich laut RWE auf 2,2 Milliarden Euro. Inwieweit sich die Kosten durch den Zwischenfall nun verteuern, ist nach Aussage des Sprechers ebenfalls noch unklar.