Erschütterungen

Erdwärmeprojekt Basel löst weiteres Nachbeben aus

Erneut hat das Erdwärmeprojekt der Geopower Basel AG am Oberrhein ein Nachbeben mit einer Stärke von 3,2 auf der Richterskala ausgelöst, meldet der Schweizerische Erdbebendienst. Dies ist die dritte Erschütterung im Zusammenhang mit dem Projekt. Berichte über Schäden liegen derzeit nicht vor.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Basel/ Freiburg (red) - Nach Angaben des Erdbebendiensteswurde das Beben am Dienstag um 1:09 registriert. Das Epizentrum lag in unmittelbarer Nähe zum Bohrloch des "Deep Heat Mining"-Projektes in der Nähe von Basel. Die Erschütterungen waren in einem Umkreis von 15 Kilometern zu spüren.

Bereits am 8. Dezember letzten Jahres kam es zu einem ersten Beben der Stärke 3,6. Das Projekt wurde daraufhin umgehend gestoppt. ein Nachbeben der Stärke 3,1 wurde am 6. Januar gemessen. Die Behörden wollen Ende Januar über den endgültigen Abbruch des Projektes entscheiden.

Geopower Basel erforscht mit dem "Deep Heat Mining"-Projekt die Möglichkeiten der Erdwärmenutzung. Dabei wird Wasser in eine fünf Kilometer tiefe Bohrung gepumpt, um die Durchlässigkeit des Gesteins zu erhöhen (Stimulation). Dieser Vorgang ist von kleinen Erdbeben, sogenannten Mikrobeben begleitet. Diese Beben sind für das Projekt unentbehrlich, da sie Auskunft über den Weg des hineingepressten Wassers geben. In der Regel sind die Beben so klein, dass sie nur von hochempfindlichen Messgeräten aufgezeichnet werden. In Ausnahmefällen können die Beben jedoch etwas grösser sein und als Ruck oder Knall wahrgenommen werden. Bis sich der Druck des noch vorhandenen Wassers abgebaut habe, seien weitere Beben dieser Art nicht ausgeschlossen, erklärte der Erdbebendienst.

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