Forschungsprojekt gestartet

Erdwärme und Solarenergie: Gut kombiniert

Die Geothermie-Branche rechnet dieses Jahr mit einem Wachstum von rund 35 Prozent bei den installierten Anlagen. Die Geothermische Vereinigung e.V. - Bundesverband Geothermie empfiehlt die Kombination mit Solarkollektoren zu einem "geo-solarthermischen" System. In Limburg ist ein Pilotprojekt installiert.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Geeste (red) - Nach Ansicht des Verbandes entsteht bei der Einbindung der Solaranlage in den Erdwärmekreis ein ideales Zusammenspiel. Im Winter entzieht die Wärmepumpe dem Untergrund über die Erdwärmesonden Energie zum Heizen des Gebäudes. Im Sommer erhält er Untergrund überschüssige Energie aus der Solaranlage. Dadurch steht im Winter im Boden mehr Energie zur Verfügung und der Anteil, den die Wärmepumpe leisten muss, sinkt. Sie braucht also weniger Strom für ihren Antrieb.

Im hessischen Limburg an der Lahn wird im Rahmen eines Forschungsprojekts des DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) das effiziente Zusammenspiel beider Energieträger untersucht und optimiert, erläutert der Verband. Dabei kommen auf der "Sonnenseite" anstelle von Kollektoren preiswerte Solarabsorber zum Einsatz. An dem Vorhaben beteiligt sind der Limburger Erdwärmespezialist GEFGA mbH sowie mit der Rheinzink ein Produzent von Zinkdach- und Solarabsorbersytemen. Eingebaut ist das System in ein "normales" Wohngebäude. Das Institut für Solarenergieforschung GmbH in Hameln wird die Anlage über zwei Jahre messtechnisch erfassen und auswerten.

Die "Geo-Solarthermie" ist auch ein Thema der 9. Geothermischen Fachtagung vom 15.-17.11.06 in Karlsruhe.

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