Pläne

Erdwärme soll in Westfalen stärker genutzt werden

Die Landesregierung will erneuerbare Energien ausbauen und die Erdwärme in NRW stärker nutzen. Dies kündigte Klimaschutzminister Johannes Remmel (Grüne) am Dienstag in seiner Eröffnungsrede zur 6. NRW-Geothermiekonferenz der EnergieAgenturNRW in Gelsenkirchen an.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Gelsenkirchen (dapd/red) - Im Bereich Geothermie arbeiten demnach landesweit derzeit rund 5.000 Menschen.

"Bereits jetzt ist NRW das Bundesland mit einer der höchsten Nutzungsraten an Umweltwärmeheizungen", sagte Remmel weiter. Im Jahr 2009 wurden den Angaben zufolge rund 55.000 neue Wärmepumpen in Deutschland eingerichtet. Von den nun bundesweit installierten 350.000 Wärmepumpen sorgen rund 70.000 (20 Prozent) in NRW für umweltfreundliche Wärmeerzeugung.

Zudem besitzt das Land laut Remmel mit warmen Grubenwässern in stillgelegten Bergwerken ein noch lange nicht vollständig erschlossenes geothermisches Potenzial zur Gebäudebeheizung. In Nordrhein-Westfalen seien erste Projekte in Essen und Marl realisiert worden.

Im rot-grünen Koalitionsvertrag hatten SPD und Grüne angekündigt, mit einer "ökologischen industriellen Revolution" sollten neue Arbeitsplätze in NRW entstehen. Dadurch werde die Wettbewerbsfähigkeit des Landes gestärkt.