Unglück

Erdrutsch in Nachterstedt: Aus für Braunkohle gefordert

Nach dem Erdrutsch im sachsen-anhaltinischen Nachterstedt kommt die Forderung nach einem Ende des Braunkohlebergbaus in Deutschland. In dem Ort rutschten in der Nacht zu Samstag mehrere hundert Meter Land in den angrenzenden See, einige Häuser wurden dabei mit in die Tiefe gerissen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Frankfurt (ddp/red) - Der Energieexperte beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Nordrhein-Westfalen, Dirk Jansen, sagte der "Frankfurter Rundschau", Tagebaue seien der "Super-GAU für Natur und Landschaft". Sie griffen "massiv in Geologie und Grundwasserhaushalt" ein.

Bei dem Erdrutsch vom Samstag im Harzvorland waren eine 48-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 50 und 51 Jahren in den Schlammmassen begraben worden. Zwar könne momentan über die Ursachen des Unglücks nur spekuliert werden, aber "die Flutung nach Tagebauende und wieder ansteigendes Grundwasser können Instabilitäten verursachen", sagte Jansen. Auch in Nordrhein-Westfalen seien Siedlungen gefährdet.