Informeller Energieministerrat

Erdölversorgung in Europa auch in Krisenzeiten gesichert

Beim informellen Energieministerrat in Thessaloniki ging es in der vergangenen Woche um den Vorschlag der EU-Kommission, die Ölkrisenbestände um 30 Tage aufzustocken und die Bestände auch schon im Vorfeld von Versorgungsstörungen bei hohen Preisen einzusetzen. Deutschland hält den Vorschlag für ungeeignet.

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In der vergangenen Woche fand in Thessaloniki ein informeller EU-Ministerrat statt. Die EU-Kommission hat sich in Thessaloniki für die Annahme ihres Vorschlags eingesetzt, die Ölkrisenbestände um 30 Tage aufzustocken und die Bestände auch schon im Vorfeld von Versorgungsstörungen bei hohen Preisen einzusetzen.

Staatssekretär Georg Wilhelm Adamowitsch, der die deutsche Delegation leitete: "Wir halten die Vorschläge so nicht für geeignet, zu mehr Versorgungssicherheit beizutragen, weil sie auf einen Alleingang der EU hinausliefen. Wir sind im Ölkrisenmanagement angesichts der Globalität der Ölmärkte auf eine möglichst breite internationale Kooperation angewiesen. Dafür haben wir mit der Internationalen Energie-Agentur den geeigneten Rahmen." Mit dem Erdölbevorratungsverband in Deutschland hätte Deutschland das geeignete Krisenmanagement, um jederzeit die Versorgung der privaten und industriellen Verbraucher sicherstellen zu können.

Zur Zeit sei die Versorgung der deutschen und europäischen Märkte mit Öl ausreichend gesichert, heißt es gleichzeitig aus dem Wirtschaftsministerium. Die Preissteigerungen der letzten Zeit auf den Rohölmärkten seien eine Reaktion der Märkte auf die Unsicherheit über die weitere politische Entwicklung und nicht auf vermeintliche Versorgungsprobleme.