Niedersachsen

Erdöl- und Erdgasproduzenten kritisieren erhöhte Förderabgabe

Der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) kritisiert die von Niedersachsen beschlossene Anhebung der Förderabgabe. Das weitere Drehen an der Abgabenschraube sei "rein fiskalpolitisch motiviert", sagte der WEG-Vorstandsvorsitzende Gernot Kalkoffen.

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Hannover (ddp.djn/sm) - Die Förderabgabesätze für Erdgas sollen demnach ab 2008 von 35 auf 36 Prozent und für Erdöl von 15 auf 17 Prozent angehoben werden. Kalkoffen zufolge wird die Produktion in diesem Jahr um fast zehn Prozent zurückgehen. Hinzu kämen niedrigere Erlöse durch den gestiegenen Euro und den Wettbewerb mit Importgas.

Als Folge der Abgabenerhöhung steige aber die Importabhängigkeit weiter, sagt er. Wegen der geringen Transportwege und der umweltverträglichen Produktion habe Erdgas aus Deutschland jedoch eindeutig Vorteile bei Versorgungssicherheit und Klimaschutz.

Neben den üblichen Steuern muss die Förderindustrie für die Nutzung der unter Staatsvorbehalt stehenden Bodenschätze eine Förderabgabe an den Staat zahlen. Der Förderabgabensatz wird vom jeweiligen Bundesland jährlich im Rahmen der Vorgaben des Bundesberggesetzes festgelegt. Der WEG vertritt die deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten. Die WEG-Mitglieder fördern weltweit rund 15 Millionen Tonnen Erdöl und 25 Milliarden Kubikmeter Erdgas, davon aus heimischen Quellen rund vier Millionen Tonnen Erdöl und rund 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas.