Strom-News
EntwarnungDie deutschen Erdgasimporteure erhalten offenbar wieder die vertraglich vereinbarten Liefermengen aus Russland. "Nach einem vorübergehenden Druckabfall verlaufen unsere Lieferungen durch die Ukraine nach Deutschland wieder reibungslos", sagte ein Wingas-Sprecher. Die Situation habe sich normalisiert.
Berlin (ddp/sm) - Am Montag sei es zu Beeinträchtigungen gekommen, die aber nicht zu Versorgungsengpässen für Gaskunden geführt hätten, sagte der Sprecher. Wingas ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BASF-Tochter Wintershall und des russischen Konzerns Gasprom. Ein Sprecher des ostdeutschen Gasversorgers VNG äußerte sich ähnlich. Bis Montagabend sei über die Pipeline, die durch die Ukraine führt, weniger Gas angekommen. Inzwischen werde wieder die vertraglich vereinbarte Menge geliefert. Zu den Gründen für die verringerte Gaslieferung wollte sich der Sprecher nicht äußern.
Unterdessen bekräftigte die EU-Kommission, dass die Gasversorgung in den EU-Ländern nicht gefährdet sei. "Es ist keine aktuelle Versorgungskrise in der EU wegen der Gaslieferungen aus Russland zu erwarten", sagte ein Sprecher der EU-Behörde in Brüssel. Die Kommission rufe Russland und die Ukraine wieder an den Verhandlungstisch zurück und hoffe auf eine einvernehmliche Lösung im Gasstreit zwischen beiden Ländern.
Experten aus den EU-Ländern sowie Vertreter der Energiewirtschaft wollen am Mittwoch mit EU-Energiekommissar Andris Piebalgs und der österreichischen Ratspräsidentschaft zusammenkommen, um über die kurz- und langfristigen Auswirkungen des Gaslieferproblems aus Russland zu beraten. Die Kommission wolle in diesem Zusammenhang eine "stärkere Koordinierung" der europäischen Energiepolitik in den Mittelpunkt rücken, sagte der Sprecher.
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