Statistik

Erdgasimportbilanz: Mehr Einfuhren für mehr Geld

Deutschland brauchte in den vergangenen Monaten mehr Erdgas als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum und musste dafür auch mehr Geld bezahlen: Der Preis pro Terajoule Erdgas ist seit Januar 2005 um 36,5 Prozent auf 5382,09 Euro gestiegen. Zu den wichtigsten Lieferländern gehörte Norwegen.

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Eschborn (red) - Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lagen die deutschen Erdgasimporte im Januar 2006 mit 401 620 Terajoule um 22,8 Prozent über der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats (327 172 Terajoule).

Der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas lag dabei mit 5591,14 Euro um 0,8 Prozent unter dem Preis im Dezember 2005 (5425,71 Euro). Gegenüber Januar 2005 (3943,63 Euro) ist der Grenzübergangspreis allerdings um 41,8 Prozent gestiegen.

Betrachtet man den aktuellen Zwölfmonatszeitraum Februar 2005 bis Januar 2006 lagen die Erdgasimporte mit 3.504.653 Terajoule um 3,9 Prozent über der entsprechenden Menge der Referenzperiode Februar 2004 bis Januar 2005 (3.373.906 Terajoule).

Die drei wichtigsten Lieferländer waren im aktuellen Berichtszeitraum die Russische Föderation, Norwegen und die Niederlande. Der Wert der Erdgaszugänge aus russischen, niederländischen, norwegischen, dänischen und britischen Fördergebieten betrug zwischen Februar 2005 und Januar 2006 knapp 16,243 Milliarden Euro im Vergleich zu 11,354 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

Der durchschnittliche Grenzübergangspreis ist im betrachteten zwölfmonatigen Zeitraum im Vergleich zur Referenzperiode um 36,2 Prozent von 3365,22 Euro auf 4478,64 Euro pro Terajoule Erdgas gestiegen.