Alternative zu Strom

Erdgas-Steckdose soll Standard in Neubauten werden

Die Erdgas-Steckdose ist eine interessante Alternative zu Strom, was auch die ständig steigenden Absatzzahlen belegen. Durch die Verwendung von Erdgas-Haushaltsgeräten könnten die Energiekosten im Haushalt gesenkt werden. Trotzdem ist sie derzeit laut einer Umfrage in der Bevölkerung noch relativ unbekannt.

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Berlin (red) - Die Erdgas-Steckdose ist innovativ, praktisch und erhöht die Flexibilität. So sieht das jedenfalls der Bundesverband Gas und Wasser (BGW). Er will ihren Bekanntheitsgrad steigern und weist beispielsweise auf den Erdgas-Wäschetrockner hin, der nur knapp 40 Prozent der Betriebskosten eines Elektrogerätes verursacht. Auch gut: Der Erdgas-Herd, der mit stufenloser Regelung und schneller Aufheizzeit seit Jahren Spitzenköche überzeugt.

Die Erdgas-Variante unterscheidet sich im Gebrauch nicht von der üblichen Steckdose. Flexible Schläuche mit passendem Anschlussstück können einfach eingesteckt werden. Da Größe und Design der Stromsteckdose sehr ähneln, wird die Optik dadurch nicht gestört.

Bisher ist die Ergas-Steckdose jedoch nur wenig bekannt. Wie eine Emnid-Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) ergab, haben nur elf Prozent der Deutschen schon einmal etwas von ihr gehört. Dennoch stiegen die Absatzzahlen bei den Herstellern.

Dieser Erfolg lässt sich auf den hohen Nutzwert zurückführen. "Wer ein Haus baut und Erdgas als Heizenergie einsetzt, sollte an das Verlegen der Erdgas-Steckdosen durch einen konzessionierten Gas-Heizungsinstallateur denken", empfiehlt Diplom-Ingenieur Dieter Selk, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen. "In Zukunft sollte das im Neubaubereich überall zum Standard gehören." Sind die Erdgas-Steckdosen durch den Installateur einmal gelegt, so wird für die Inbetriebnahme von immer mehr neuen Erdgas-Geräten kein Fachmann mehr benötigt.