Keine Beben zu erwarten

Erdbeben vom Saarland hat keine Auswirkungen auf NRW-Bergwerke

Das durch den Bergbau verursachte Beben im Saarland hat keine Auswirkungen auf die Steinkohleförderung in Nordrhein-Westfalen. Der Abbau in den sieben Bergwerken in NRW werde wie gewohnt fortgesetzt, sagte der Sprecher der RAG Deutschen Steinkohle AG, Udo Kath, am Montag in Herne.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Herne (ddp-nrw/sm) - In Nordrhein-Westfalen seien die geologischen Gegebenheiten grundsätzlich anders als im Saarland, deshalb seien so starke Beben wie dort in NRW nicht zu erwarten. "Im Saarland ist der Sandsteinanteil weitaus höher als in NRW. Das führt zu höheren Spannungen", erklärte Kath. Zudem werde im Saarland in größerer Tiefe Kohle abgebaut als in Nordrhein-Westfalen. Deshalb sei die Situation für die Bergbaubetriebe in den beiden Ländern "nicht vergleichbar".

So komme es zwar auch in NRW immer wieder zu Erschütterungen und Schäden, die durch den Bergbau verursacht würden. Diese seien jedoch um ein Vielfaches niedriger als die Erschütterungen am Samstag im Saarland.

Welche Auswirkungen der Zwischenfall für die weitere Steinkohleförderung in Deutschland hat, sei derzeit noch unklar, sagte Kath. Anfang April will der RAG-Aufsichtsrat über die weitere Bergbauplanung bis 2012 oder 2018 beraten. Da die Steinkohleförderung nach jetzigem Stand bis 2018 auslaufen soll, wird damit gerechnet, dass die Schließung weiterer Zechen beschlossen wird. Berücksichtigt werden muss bei der Planung aber auch die "Revisionsklausel", die für 2012 eine Überprüfung des Ausstiegsbeschlusses vorsieht.