Strom-News
ZeitungsberichtDer deutsche Energiekonzern E.ON beteiligt sich sich einem Pressebericht zufolge am Bau eines neuen Atomkraftwerks mit Europäischem Druckwasserreaktor (EPR) in Frankreich. E.ON werde mit acht Prozent bei dem Projekt im nordwestfranzösischen Penly einsteigen, berichtete die Pariser Zeitung "Le Figaro" am Montag.
Paris (afp/red) - Ein E.ON-Sprecher wollte das nicht kommentieren. Aus unternehmensnahen Kreisen wurde aber bestätigt, dass E.ON mit dem staatlichen französischen Stromkonzern EDF Gespräche führe.
Das Kraftwerk in Penly ist der zweite Europäische Druckwasserreaktor, der in Frankreich gebaut wird. Ein erstes Kernkraftwerk der dritten AKW-Generation entsteht derzeit in Flamanville am Ärmelkanal und soll 2013 ans Netz gehen. Neben EDF ist sind an dem EPR in Penly auch die Konzerne GDF Suez und Total aus Frankreich sowie Enel aus Italien beteiligt. Baubeginn soll 2012 sein, ab 2017 soll das Kraftwerk Strom liefern.
EDF hatte E.ON zur Teilnahme an dem Projekt eingeladen. Für Patrice Lambert, Analyst des Finanzhauses CM-CIC, war dies eine strategische Entscheidung. Es gehe aus Sicht der Franzosen darum, E.ON für die EPR-Technologie "zu interessieren beziehungsweise auf diese festzulegen", sagte er. Lambert verwies dabei auf die anstehende Vergabe eines Auftrags von Eon und RWE in Großbritannien, um den der EPR mit dem Reaktor AP-1000 des US-japanischen Konsortiums Toshiba-Westinghouse konkurriere. Eon und RWE hatten im Januar den gemeinsamen Bau von Atomkraftwerken in Großbritannien angekündigt.
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