Strom-News
AtomkraftDas Energieunternehmen E.ON erwartet einen Transport plutoniumhaltiger Brennelemente im ersten Quartal 2011. Die MOX-Brennelemente werden zunächst an die deutsche Nordseeküste gebracht und dort umgeladen. Umweltschützer haben mehrfach gegen den Transport der MOX-Brennelemente protestiert.
Grohnde (ddp/red) - Der umstrittene Transport von plutoniumhaltigen Brennelementen aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield zum niedersächsischen Atomkraftwerk Grohnde soll nach Angaben des Kraftwerksbetreibers E.ON im ersten Quartal 2011 erfolgen. Die 16 Mischoxid (MOX)-Brennelemente würden zunächst mit einem besonderen Frachtschiff an die deutsche Nordseeküste gebracht und dort auf ein Spezialfahrzeug umgeladen, kündigte E.ON-Sprecherin Petra Uhlmann am Dienstag an. Als Zielhäfen kämen Bremerhaven, Bremen und Cuxhaven in Betracht.
(Foto / Abb.: tiero / Fotolia.com)
Weil sie Gefahren für Beschäftigte und Bevölkerung befürchten, hatten der Cuxhavener Hafenbetreiber und später auch der Bremer Senat die Abwicklung des Transportes über ihre Hafenanlagen jedoch im vergangenen Jahr abgelehnt. Nach Angaben von Atomkraftgegnern könnte der Umschlag auch über die Häfen Nordenham oder Emden erfolgen. Umweltschützer hatten in den vergangenen Monaten mehrfach gegen den Transport der MOX-Brennelemente protestiert.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Im Atomkraftwerk Biblis hat es wieder zwei meldepflichtige Zwischenfälle gegeben. Erst kürzlich hatte der ehemalige Chef der Atomaufsicht den Energiekonzernen Vertragsbruch wegen des Übertrags von Reststrommengen aus Stade nach Biblis vorgeworfen. Biblis A genüge nicht den erforderlichen Sicherheitsmaßgaben.
Die geplante Brennelementesteuer ist möglicherweise rechtlich nicht durchsetzbar. Zu diesem Ergebnis kommt die Anwaltskanzlei Clifford Chance in einem bislang unveröffentlichten Gutachten, wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" in einem Vorabbericht verlauten ließ.
Bundeswirtschaftsminister Brüderle sprach sich beim Kongress des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft für eine "signifikante" Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke in Deutschland aus. Dies sorge für niedrigere Strompreise. Die Grünen kritisieren, die Union habe sich von Atomkraft als "Brückentechnologie" verabschiedet.
Juristen und Atom-Experten haben große Bedenken gegen die geplante Verlängerung der AKW-Laufzeiten. Besonders beim hessischen AKW Biblis sei ein längerer Betrieb bedenklich, sagten Experten auf Einladung der hessischen SPD-Fraktion am Mittwoch in Wiesbaden. Der Reaktor erfülle nicht die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen.
Mit Luftballons protestierten Atomkraftgegner am Wochenende vor dem Kraftwerk Krümmel bei Hamburg. Die Ballons, die man während der Aktion steigen ließ, sollten dabei als Demonstration dienen, wie weit sich eine Atomwolke im Falle eines Reaktorunfalls ausbreiten würden.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!