Wegen Kürzungen

enviaM zieht Strompreiserhöhung zurück

Der Chemnitzer Energieversorger envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) wird seine Netto-Strompreise zum Jahreswechsel nicht erhöhen. ein Antrag beim sächsischen Wirtschaftsministerium wurde zurückgezogen. Lediglich die Mehrwertsteuererhöhung werde an die Verbraucher weitergegeben.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Chemnitz/Dresden (red) - Das Unternehmen reagiert damit nach eigenen Angaben auf die Kürzung der Netzkosten durch die Bundesnetzagentur um 12 Prozent. "Wir haben zugesagt, die Kürzung der Netzentgelte bei der Strompreiskalkulation zu berücksichtigen und an die Kunden weiterzugeben. Wir halten Wort, in dem wir die zum 1. Januar 2007 beantragte Strompreiserhöhung zurückziehen", so der enviaM-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Klawunn.

Eine Senkung des Strompreises sei nicht möglich, weil den sinkenden Netzentgelten steigende Beschaffungskosten für Strom und erhöhte Belastungen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz gegenüberstehen, so Klawunn weiter. enviaM kaufe seinen Strom zu Marktpreisen, die sich an der deutschen Strombörse in Leipzig aus Angebot und Nachfrage bilden. Dort seien in den letzten zwölf Monaten die Großhandelspreise für Strom für 2007 um mehr als 30 Prozent gestiegen.

Der sächsische Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) begrüßte die Entscheidung der envia als "gute Nachrichten für die Grundversorgungskunden". Jurk: "Wenn der größte sächsische Regionalversorger und führende Energiedienstleister in den neuen Ländern damit die niedrigeren Netzkosten an seine Kunden weitergibt, ist das für mich ein wichtiges Signal an die anderen Energieversorgungsunternehmen."

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