Bilanz 2004

enviaM will Strompreis stabil halten

Die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) hat ihr Ergebnis im Geschäftsjahr 2004 verbessert. Der Jahresüberschuss beträgt mit 99,2 Millionen Euro etwa 5,7 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg von 2,03 auf 2,2 Milliarden Euro. Beim Stromabsatz erhöhte sich der Anteil aus erneuerbaren Energien auf 15,4 Prozent .

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Chemnitz (ddp-lsc/sm) - Die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) plant für das laufende Jahr keine weitere Strompreiserhöhung. Mittel- und längerfristig müsse jedoch die Entwicklung an Märkten und Börsen sowie der politische Einfluss auf das Stromgeschäft abgewartet werden, sagte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Klawunn heute in Chemnitz. Der größte ostdeutsche Regionalversorger hatte den allgemeinen Haushalttarif jüngst zum 1. Januar um 1,28 Cent pro Kilowattstunde angehoben.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 22 800 Gigawattstunden Strom abgesetzt (2003: 22 051 Gigawattstunden). Der Anteil aus erneuerbaren Energien stieg innerhalb eines Jahres von 10,4 auf 15,4 Prozent. Damit liege enviaM deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 8,3 Prozent, hieß es. Die Windkraft habe dabei den höchsten Zuwachs erzielt. Die installierte Leistung der Windkraftanlagen im enviaM-Netzgebiet werde voraussichtlich um weitere 500 auf etwa 2000 Megawatt steigen.

Die enviaM konnte ihr Ergebnis im Geschäftsjahr 2004 erneut verbessern. Der Jahresüberschuss beträgt Klawunns Angaben zufolge 99,2 Millionen Euro. Das seien 5,7 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg von 2,03 auf 2,2 Milliarden Euro, wobei 94 Prozent aus dem Strombereich kamen. Ende 2004 zählte das Unternehmen reichlich 2400 Mitarbeiter. Mehr als die Hälfte der im Laufe des Jahres ausgeschiedenen 600 Beschäftigten sei zu Tochtergesellschaften gewechselt.

Mit einer Umsatzrendite von 3,5 Prozent liege das Unternehmen im vergleichbaren Industriebereich, sagte Klawunn. Damit seien im zweiten vollen Geschäftsjahr seit der Fusion mit der MEAG Mitteldeutsche Energie AG die gesetzten Ziele übertroffen worden. Der Hauptversammlung werde die Ausschüttung derselben Dividende je Aktie wie im Vorjahr in Höhe von 40 Cent vorgeschlagen.