Bilanz

enviaM verbessert Ergebnis - Strompreis bleibt 2008 konstant

Die enviaM hat im vergangenen Jahr ihr Ergebnis gegenüber 2006 um rund 27 Millionen Euro verbessert. Der Jahresüberschuss betrage 99,3 Millionen Euro. Die Verbesserung sei im Wesentlichen auf den Wegfall von Einmaleffekten zurückzuführen, die das Ergebnis im Jahr 2006 belastet hätten.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Chemnitz (ddp-lsc/sm) - Der Hauptversammlung werde eine Dividende von 40 Cent pro Aktie vorgeschlagen, sagte sagte Vorstandsvorsitzender Carl-Ernst Giesting. Damit bleibe die Ausschüttung das fünfte Jahr in Folge gleich. Die kommunalen Anteilseigner profitierten insgesamt von etwa 36 Millionen Euro Gewinnausschüttung, 26 Millionen Euro Gewerbesteuer und 68 Millionen Euro Konzessionsabgaben.

Nach Giestings Angaben erhöhte sich der Umsatz des größten ostdeutschen Regionalversorgers um rund 52 Millionen Euro auf knapp 2,3 Milliarden Euro. Der Stromabsatz reduzierte sich um fast 1450 Gigawattstunden vor allem infolge der milden Witterung und wettbewerbsbedingter Kundenverluste. Im vergangenen Jahr sei die Kundenzahl um etwa 100 000 auf 1,5 Millionen zurückgegangen.

Weiter zugelegt habe die Stromlieferung aus erneuerbaren Energien. Der Anteil von 36,6 Prozent liege deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 15,8 Prozent. Die Einspeisung sei mit 567 Millionen Euro vergütet worden (2006: 398 Millionen). Insbesondere die Windkraft wachse enorm und erfordere einen steigenden Aufwand für die Netzinfrastruktur.

Die enviaM wolle die Strom-Grundtarife im laufenden Jahr konstant halten. Darüber hinaus seien eine Reihe neuer Angebote vorgesehen, insbesondere im Verbund mit Gas. Bis Jahresende werde ein flächendeckendes Gasangebot in Ostdeutschland angestrebt. Seit dem Einstieg ins Gasgeschäft Ende 2007 in Südsachsen habe man einen Marktanteil von zwei Prozent erreicht.

Zum Jahresende beschäftigte das Unternehmen nach eigenen Angaben 2182 Mitarbeiter (2006: 2195). Bis 2010 soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Kommunen in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen halten 37 Prozent des Aktienkapitals, der Rest liegt bei der RWE Energy AG in Dortmund.