Alles unter einem Hut

enviaM: Hilfe für Leistungssportler

Berufsausbildung und Leistungssport sind schwer unter einen Hut zu bringen. Das Land Sachsen-Anhalt, die Olympiastützpunkte Halle und Magdeburg, der Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig-Magdeburg e. V. und die Bildungszentrum Energie GmbH (bze) wollen hier Abhilfe schaffen.

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Leistungssport und Berufsausbildung lassen sich für die Aktiven auf Grund der hohen Trainingsbelastungen und Wettkampfanforderungen in der Regel nur schwer miteinander verbinden. Entweder leidet der Sport oder der Beruf. Stellvertretend für diesen bedenklichen Befund steht die gerade zu Ende gegangene Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Paris, bei der die deutsche Mannschaft enttäuschend abschnitt.

Das Land Sachsen-Anhalt, die Olympiastützpunkte Halle und Magdeburg, der Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig-Magdeburg e. V. und die Bildungszentrum Energie GmbH (bze) wollen hier Abhilfe schaffen. Sie haben für Leistungssportler der Olympiastützpunkte Halle und Magdeburg ein bundesweit einzigartiges Modell der flexiblen Berufsausbildung geschaffen. Es ermöglicht den Aktiven nach dem Ende ihrer sportlichen Laufbahn einen soliden Einstieg ins Berufsleben.

14 Leistungssportler beginnen im diesem Jahr ihre Ausbildung. Fünf Aktive finden beim Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig-Magdeburg e. V. eine Anstellung, vier beim bze, drei bei der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) sowie je einer bei der GISA GmbH und beim Landessportbund Sachsen-Anhalt. Sie werden in folgenden Berufen ausgebildet: Sport- und Fitnesskaufmann, IT-Kaufmann, Einzelhandelskaufmann, Mechatroniker und Elektroniker für Betriebstechnik. Jeder Leistungssportler kommt neben einem ausgeklügelten Trainingsplan in den Genuss eines individuell angepassten Ausbildungskonzeptes. Es gleicht die Benachteiligung gegenüber anderen Auszubildenden aus, die zeitlich nicht anderweitig eingebunden sind. Die Ausbildungszeit wird bei Bedarf bei kaufmännischen Berufen bis auf maximal vier und bei gewerblich-technischen Berufen bis auf maximal viereinhalb Jahre verlängert.