Steigende Energiekosten

enviaM erhöht Strompreise in Sachsen und Thüringen

Ab dem 1. Mai steigen in Sachsen und Thüringen wieder die Strompreise. Der Regionalversorger enviaM sieht die Ursache dafür in der EEG Umlage. Für Kunden bedeutet das im Durchschnitt 1,38 Euro mehr pro Monat. Bereits 2010 hatte enviaM die Preise erhöht.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Chemnitz (dapd/red) - Über stabile Strompreise hat man sich in Chemnitz und Umgebung wohl zu früh gefreut. Der Regionalversorger envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) wird nun doch noch zum 1. Mai die Strompreise erhöhen. Schuld an der Anhebung der Strompreise ist, nach Angaben des Chemnitzer Energieversorgers, wie immer die Erhöhung der staatlichen Umlage für erneuerbare Energien (EEG-Umlage), die bereits zum 1. Januar in Kraft getreten ist.

Preiserhöhung wegen EEG Umlage

Durch diese habe sich der Netto-Beschaffungspreis für die Kilowattstunde von 2,047 auf 3,53 Cent erhöht, was trotz gesunkener Beschaffungskosten, nicht vom Unternehmen alleine getragen werden könne. Damit reiht sich enviaM in die Reihe der gut 720 Stromanbieter die ebenfalls Preiserhöhungen angekündigt bzw. bereits umgesetzt haben. Gültig wird die Erhöhung für alle Verbrauchspreise der Grundversorgung sowie alle Sonderprodukte ohne Preisgarantie teilte die enviaM mit.

Rund 40 Euro Mehrkosten pro Jahr

Betroffen sind davon rund 800.000 Privat- und Gewerbekunden aus den Gebieten Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Für Privatkunden wird sich der Nettopreis für Strom auf 21,9 Cent pro Kilowattstunde erhöhen, bei einem Stromverbrauch von 4.000 kWh pro Jahr bedeutet das eine jährliche Mehrbelastung von rund 40 Euro pro Jahr. Bis zum Jahresende sollen die Preise dann aber stabil bleiben, so das Unternehmen. enviaM hatte bereits im Mai des vergangenen Jahres die Preise angehoben. Mit unserem Strompreisrechner können Kunden die Preise von über 900 Stromanbietern vergleichen und zu einem günstigen Anbieter wechseln.