envia: Ergebnis höher als im Vorjahr

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Das erste operative Geschäftsjahr der envia Energie Sachsen Brandenburg AG weist eine positive Bilanz aus. Das war das Fazit, dass Vorstandssprecher Karl-Heinz Klawunn auf der gestrigen Bilanzpressekonferenz zog. "envia befindet sich im Stromwettbewerb auf Erfolgskurs. envia ist Marktführer der regionalen Energiedienstleister in den neuen Ländern. Zufriedene Kunden, die sich mit den Leistungen der envia identifizieren, die Steigerung des Unternehmenswertes - alle Weichen sind auf Wachstum, und damit für eine erfolgreiche Zukunft gestellt."


envia erzielte zum Geschäftsjahresende 30.06.2000 einen Jahresüberschuss in Höhe von 69,6 Millionen Euro. Damit konnte - trotz des intensiven Preiswettbewerbes - das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Der Bilanzgewinn in Höhe von 94,7 Millionen Euro umfasst neben dem Jahresüberschuss eine Ausschüttung aus der Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG. Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens werden der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende je Aktie in Höhe von 0,47 Euro auszuschütten. Dies entspricht einer Dividendenrendite je Aktie in Höhe von 18,4 Prozent. Etwa 37 Prozent des Aktienkapitals halten sächsische und brandenburgische Städte und Gemeinden.


Die nutzbare Stromabgabe verringerte sich um 1,1 Prozent auf 12 836 Gigawattstunden (GWh). Der Strombedarf wurde mit rund 87 Prozent aus der Verstromung der heimischen Braunkohle gedeckt. Damit leiste envia, so betonte Klawunn, einen überdurchschnittlichen Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung in der Region. Nicht zuletzt deshalb nenne envia ihren Strom: Heimatstrom. Die Einspeisung aus Windkraft wies wie in den Vorjahren die höchsten Zuwachsraten auf. Das Unternehmen weist einen Erlösrückgang um etwa 11 Prozent auf rund 1,15 Milliarden Euro auf. Durch die konsequente Ausschöpfung zahlreicher Synergien im Zuge der Fusion sowie einem weitreichenden Kostenmanagementprogramm konnten die rückläufigen Umsatzerlöse im Ergebnis kompensiert werden. envia beschäftigt derzeit rund 2.950 Mitarbeiter.


Im Berichtsjahr wurden auch die Weichen einer fundamentalen Neuordnung der Energiebranche in der Bundesrepublik Deutschland gestellt. Dafür stünden in erster Linie die Fusionen VEBA AG/VIAG AG zur E.ON AG sowie RWE AG/VEW AG zu RWE AG und die im Zuge der Unternehmenszusammenschlüsse erteilten Auflagen des Bundeskartellamtes. Bezüglich envia entschied das Bundeskartellamt, dass potenziellen Käufern der VEAG angeboten wird, alle Anteile der RWE Energie AG an envia zu erwerben oder alternativ eine zeitlich begrenzte Abnahmegarantie eines Teils der VEAG-Stromerzeugung zu erhalten. Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens plant envia, ihre Position als ein Marktführer der regionalen Energiedienstleister in der Bundesrepublik Deutschland zielgerichtet auszubauen. Dabei verfolge envia eine Wachstumsstrategie, die sich in einem zunehmenden Qualitäts- und Dienstleistungswettbewerb durch marktorientierte Preise, innovative Ideen, maßgeschneiderte Produktbündel und hohe Servicequalität auszeichnet. Die Strategie lautet: Multi Utility, d. h. "Mehr als Energie - aus einer Hand!" envia verfolgt auch das Ziel, ihren Kunden zukunftsweisende E-Commerce-Dienstleistungen anzubieten. Mitte Oktober 2000 geht envia mit einem neuen Internetauftritt an den Markt. Die neuen Webseiten beinhalten ein weitreichendes Spektrum der Information und Interaktion rund um Energie - z. B. die Möglichkeit online-Verträge zu schließen - sowie viel Spaß und Unterhaltung. Ferner strebt das Unternehmen an, den Bekanntheitsgrad als Dachmarke weiter zu erhöhen. Das Motto der envia laute auch in Zukunft: Mehr als Energie.