Entschädigung bei Atomausstieg

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
Der parteilose Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hat einen Vorstoß in der verfahrenen Atompolitik gewagt. Er will die Lasten eines Atomausstiegs auf alle Stromunternehmen verteilen und so die Stillegung von mindestens einem Reaktor noch vor der Bundestagswahl im Jahr 2002 erleichtern. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet zudem von Plänen, daß Kraftwerksbetreiber, die Reaktoren vorzeitig stillegten, entschädigt werden sollen. Sie sollen von den übrigen Versorgern mit billigem Ersatzstrom beliefert werden. Dessen Preis soll nach diesen Informationen um ein Drittel unter den sonst üblichen Konditionen liege. Konkret nennt das Magazin einen Tarif von vier Pfennig je Kilowattstunde. Der Wirtschaftsminister hoffe, den Vorständen damit einen Atomausstieg erleichtern und Klagen von Anteilseignern vermeiden zu können. Müllers Vorschlag wurde jedoch noch nicht bestätigt.