Entgelte bei Stromdurchleitung weichen um bis zu 100 Prozent voneinander ab

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Auf dem liberalisierten Strommarkt in Deutschland müssen Energiefirmen nach "Stern"-Informationen zum Teil überhöhte Gebühren zahlen, wenn sie Strom durch die Netze der Konkurrenz an neue Kunden durchleiten wollen. Wie das Magazin unter Berufung auf eine Studie der Stromhandelsfirma Europower Energy berichtete, berechnen Stadtwerke und Elektrizitätskonzerne für die Durchleitung Entgelte, die um bis zu 100 Prozent voneinander abweichen. So enthalte der von der Berliner Bewag berechnete Strompreis 6,65 Pfennig Durchleitungsgebühr pro Kilowattstunde, während die Bielefelder Stadtwerke 3,26 Pfennig berechneten. Europower sehe einen "eindeutigen Gesetzesverstoß", da die Netzbetreiber versuchten, mit überhöhten Preisen Konkurrenten aus ihrem ehemaligen Monopolgebiet fernzuhalten.
Nach dem Energiewirtschaftsgesetz von 1998 seien die bisherigen Monopolisten verpflichtet, neuen Stromhändlern ihre Netze zu den Preisen zur Verfügung zu stellen, die sie ihrer eigenen Kalkulation zugrunde legen, betonte die mehrheitlich zum Metro-Konzern gehörende Europower.


(ots)