Abgeschafft

Entgelt für grenzüberschreitende Stromtransporte entfällt seit Jahresbeginn

Seit Anfang 2004 wird kein Entgelt mehr für grenzüberschreitende Stromtransporte erhoben. Die T-Komponente sollte ursprünglich die Kosten der grenzüberschreitenden Stromtransporte, die sich nach ETSO-Erhebungen auf etwa zwei Euro pro Megawattstunde belaufen, wenigstens zur Hälfte den Exporteuren auferlegen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Gemäß den Beschlüssen der europäischen Übertragungsnetzbetreiber und des Florenzer Regulatorenforums wird seit 1. Januar 2004 für grenzüberschreitende Stromtransporte kein besonderes Netznutzungsentgelt mehr erhoben.

Das Florenzer Regulatorenforum vom 8. und 9. Juli 2003 hatte die Abschaffung der sogenannten Transport-Komponente bei grenzüberschreitenden Stromlieferungen beschlossen, womit es einer Empfehlung des Verbands der europäischen Übertragungsnetzbetreiber ETSO folgte. Die T-Komponente sollte ursprünglich die Kosten der grenzüberschreitenden Stromtransporte, die sich nach ETSO-Erhebungen auf etwa zwei Euro pro Megawattstunde belaufen, wenigstens zur Hälfte den Exporteuren auferlegen. Sie wurde aber bereits im Oktober 2003 von 1 Euro pro Megawattstunde auf 0,5 Euro pro Megawattstunde reduziert und soll nun gänzlich durch einen anderen Mechanismus ersetzt werden. Dieser muss noch mit den europäischen Regulatoren abgestimmt werden.

Die europäischen Übertragungsnetzbetreiber sollen einander aber nach wie vor die durch Transite verursachten horizontalen Netzkosten in dem ETSO-Cross-Border-Tariffing (CBT) Mechanismus erstatten. Durch den Wegfall der T-Komponente wird dieser Mechanismus jetzt vollständig aus den nationalen Netznutzungsentgelten der Übertragungsnetzbetreiber gespeist.

Gleichzeitig mit dem Verzicht auf die T-Komponente hatte die ETSO die Europäische Kommission aufgefordert, zur Umsetzung der EG-Verordnung "Netzzugangsbedingungen im grenzüberschreitenden Stromhandel", die bis 1. Juli 2004 erfolgen muss, marktbasierte Auktionsverfahren an allen innereuropäischen Engpassstellen zu etablieren.