Geplatztes Polen-Geschäft

Enso kündigt höheren Strompreis für 2007 an

Der Dresdner Regionalversorger Enso Strom AG hat vergeblich versucht, Energie von einem polnischen Steinkohlekraftwerk zu importieren. Der staatliche Betreiber des polnischen Übertragungsnetzes habe sich jedoch gegen das Stromgeschäft gesperrt, so Enso-Vorstandschef Siegmund Meßmer.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Dresden (ddp/sm) - Meßmer sagte der "Sächsischen Zeitung" (Mittwochausgabe), eine eigene Leitung für den Stromimport nach Sachsen sei geplant gewesen. Gründe für das Scheitern des Abkommens nannte er nicht. Enso hat für das kommende Jahr erneut mehr als 80 Prozent der Strommenge beim Vattenfall-Konzern gekauft.

Meßmer sagte steigende Verbraucherpreise voraus, da sie sich nach den Einkaufspreisen der Monate Juni 2005 bis Juni 2006 richteten. Der genaue Preis hänge noch von der bevorstehenden Entscheidung der Bundesnetzagentur über die Netzpreise ab. Meßmer kündigte an, in Bautzen 70 Millionen Euro zu investieren. Dort werde Ersatz für ein altes Heizkraftwerk geschaffen, sagte der Enso-Chef. Für das kommende Jahr bereite er die Fusion mit dem regionalen Gasversorger Enso Erdgas GmbH vor. Der Zusammenschluss werde erneut Arbeitsplätze kosten. Enso Strom hat 1286 Mitarbeiter, Enso Erdgas 374. Ihr gemeinsamer Umsatz erreicht fast eine Milliarde Euro.