Anstieg

EnEV kurbelt Messungen der Gebäudedichtheit an

Die EnEV schreibt Luftdichtheitsmessungen für Gebäude mit lüftungstechnischen Anlagen verbindlich vor und belohnt ihre Durchführung bei anderen Bauten mit einem Bonus beim Berechnen der Lüftungswärmeverluste. Die Anzahl der Prüfungen stieg daher um ein Drittel.

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Kassel (red) - Seit Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Februar 2002 ist die Anzahl normgemäßer Überprüfungen der Luftwechselrate von Gebäuden um etwa ein Drittel gestiegen. So lautet die zentrale Aussage einer Mitgliederbefragung, die der in Kassel ansässige Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e.V. (FLiB) durchgeführt hat.

Die EnEV schreibt Luftdichtheitsmessungen für Gebäude mit lüftungstechnischen Anlagen verbindlich vor und belohnt ihre Durchführung bei anderen Bauten mit einem Bonus beim Berechnen der Lüftungswärmeverluste. "Der Markt für Luftdichtheitsmessungen wird weiter wachsen", ist Verbandsgeschäftsführer Torsten Bolender überzeugt. Damit Bauherren sicher sein können, dass die angebotene Dienstleistung auch den notwendigen Standards entspricht, werde der Verband seine Aktivitäten zur Qualitätskontrolle der Qualitätskontrolleure weiter vorantreiben.

Wichtiger Baustein dabei ist die FLiB-Qualifizierung zum "zertifizierten Prüfer der Gebäudedichtheit". "Der Preis", so Bolender, "kann nur indirekte Hinweise auf die Güte der Leistung geben." So hat die Verbandsumfrage für die Messung eines 150 Quadratmeter großen Beispielhauses einen Nettopreis von durchschnittlichen 310 Euro ermittelt, regional sind aber starke Abweichungen möglich.