Wärmeverlusten auf der Spur

Enertec Hameln kontrolliert per Flugzeug das Fernwärmenetz

Die Enertec Hameln wird in den Nachtstunden im Stadtgebiet Hameln Befliegungen mit einem Flugzeug durchführen, das mit spezieller Infrarotsensorik ausgestattet ist. Eventuelle Schwachstellen im mehr als 62 Kilometer langen Fernwärmenetz können damit noch schneller und präziser aufgespürt werden.

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Die Hälfte des Wärmebedarfs in der Kernstadt von Hameln wird mit Fernwärme aus dem Heizkraftwerk in Afferde gedeckt. Damit es nicht plötzlich kalt wird im Haushalt oder Industrieunternehmen, werden die Fernwärmeleitungen regelmäßig sorgfältig kontrolliert. Das Fernwärmeunternehmen Enertec Hameln GmbH setzt dafür jetzt modernste Infrarottechnik ein.

In den kommenden Tagen führt die Enertec Hameln in den Nachtstunden im Stadtgebiet Hameln Befliegungen mit einem Flugzeug durch, das mit spezieller Infrarotsensorik ausgestattet ist. Eventuelle Schwachstellen im mehr als 62 Kilometer langen Fernwärmenetz können damit noch schneller und präziser aufgespürt werden. Das hierfür speziell ausgerüstete Flugzeug Aero Commander des Berliner Unternehmens Scandat operiert in einer Flughöhe von fast 1000 Metern und wird dabei mit seiner Kameratechnik das gesamte Stadtgebiet erfassen. "Auf diese Weise erhalten wir schnell, gründlich und übersichtlich Aufschlüsse über den Zustand unserer Versorgungsleitungen, über die Dämmeigenschaften und über eventuelle Betriebsstörungen", betont Martin Lummer, Produktionsleiter der Enertec Hameln GmbH.

Die Enertec Hameln GmbH, eine Tochtergesellschaft des Hamelner Energiedienstleisters Wesertal, betreibt in Hameln-Afferde eine moderne Müllverbrennungsanlage, in der jährlich etwa 150 000 Tonnen Abfälle verwertet werden. Das angeschlossene Heizkraftwerk setzt über innovative Kraft-Wärme-Kopplung die entstehende Energie in Strom und Fernwärme um.