Energieeffizenz

Enerige sparen bei historischen Gebäuden

Historische Gebäude müssen seit Verschärfung der Energiesparverordnung bei größeren Umbauten auch energiesparende Modernisierungen mit beachten. Bei den alten Gebäuden sind dabei häufig individuelle Lösungen gefragt, um das äußere Erscheinungsbild zu erhalten.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Linden (red) – Seit Oktober 2009 gilt eine neue, verschärfte Energiesparverordnung, um die auch historische Gebäude nicht herum kommen. "Im Vergleich zur EnEV 2007 muss der Energiebedarf bei einer Komplettsanierung um weitere 30 Prozent gesenkt werden", so Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse. Von den oftmals von Besitzern und Staunenden sehr geschätzten und kunstvollen Gebäude, von denen in Deutschland rund 14 Prozent vor 1918 errichtet wurden, sind bisher nur zwei Prozent energieeffizient saniert wurden.

Historische Gebäude richtig isolieren

Eine unzureichende Dämmung kann sämtliche Modernisierung zunichte machen, wenn dadurch zu viel Wärme verloren geht. Es gibt jedoch auch Maßnahmen, mit denen die prunkvollen Schönheiten nichts von ihrer Schönheit einbüßen müssen. Man kann bereits viel Energie sparen, wenn nur die obersten Decken und etwa der Keller isoliert werden. Die Fenster können ebenfalls ohne Verlust des historischen Charakters des Gebäudes ausgetauscht werden. Imitate mit modernster Dämmung werden bereits hergestellt. Vor allem sollte man sich gut über die Vermeidung von Schimmelbildung informieren. Besonders empfehlenswert sei daher die Zusammenarbeit eines guten Architekten und eines Energieexperten. Bei einer Energieberatung können dann auch Vor- und Nachteile verschiedener Modernisierung abgleichen.

Auch für Mieter interessant

Im Zusammenhang mit der Energieeffizienz können auch Mieter über Modernisierungen nachdenken. Unter bestimmten Voraussetzungen wie der Zustimmung des Vermieters oder einem regelmäßigem Einkommen hat man nämlich auch als dieser Ansprüche auf Bauspardarlehen. Neuborn bestätigt: "Seit der Novellierung des Bausparkassengesetzes gibt es auch für Mieter die Möglichkeit, im Rahmen eines zugeteilten Bausparvertrages ein sogenanntes Blankodarlehen plus Guthaben für die Modernisierung einer Mietwohnung einzusetzen." Der Experte empfiehlt weiterhin vor den Umbauten eine entsprechende Ablösesumme im Falle eines Umzugs mit dem Vermieter zu vereinbaren.