Zwischenergebnis

Energy-Trophy-Wettbewerb: Energiesparen im Büro ist einfach und effektiv

Durch das konsequente Ausschalten der Computer, Drucker und Faxgeräte am Ende des Arbeitstages können Unternehmen richtig Geld sparen. Was schon lange theoretisch fest stand, wird nun durch den EU-weiten Wettbewerb "Energy Trophy" in der Praxis gezeigt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Dessau (red) - Die Dresdner Bank wird in ihrer Berliner Zentrale beispielsweise etwa 26.000 Euro pro Jahr sparen, weil der Stromverbrauch mit einer Reihe einfacher und kostenloser Maßnahmen um etwa sieben Prozent gesenkt werden konnte. Aber auch die anderen deutschen und internationalen Teilnehmer des Wettbewerbes - darunter die T-Com, Ducati, 3M, E-Plus oder EDF – vermelden ähnliche Erfolge.

Der Energy-Trophy-Wettbewerb wurde 2004/2005 erstmals ausgelobt und soll ab 2006 jährlich stattfinden. Teilnehmen können Unternehmen und Kommunen aus ganz Europa. Ziel ist es, so viel Energie wie möglich allein durch Verhaltens-änderungen (wie Licht ausmachen, Heizung herunter drehen, Bildschirme ausschalten etc.) in den Bürogebäuden einzusparen. Wer nach Ablauf eines Jahres die größten Einsparungen prozentual zum Basiswert nachweisen kann, gewinnt. Das Umweltbundesamt (UBA) ist Schirmherr des Wettbewerbs und in der Jury vertreten.

Der diesjährige Wettbewerb mit über 40 Unternehmen und Kommunen aus sechs Ländern endet am 30. September 2005. Die Preisträger werden im Novmber bekannt gegeben. Schon jetzt ist klar: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg. Sie sind nicht nur bei der täglichen Umsetzung der Maßnahmen gefragt, sondern entwickeln sich oft zu echten Energiesparspionen: Bei der digital Images GmbH in Halle entdeckten die Mitarbeiter, dass im durchgängig elektrisch gekühlten Serverraum gleichzeitig die Heizung auf der höchsten Stufe lief. Dies wurde umgehend abgestellt.

Mit ähnlich einfachen Mitteln reduziert auch die Flughafen München GmbH erfolgreich ihren Energieverbrauch: In allen Besprechungsräumen wurden Aushänge wie "Licht aus" und "Fenster nach Besprechung schließen" angebracht. Bei der Universität Lüneburg haben solche Aufkleber mit der Aufforderung zum Energiesparen an Lichtschaltern und Fenstern sowie eine groß angelegte Informationskampagne zu Einsparungen in Höhe von circa zehn Prozent des Energieverbrauches geführt. Auf das Jahr hochgerechnet kann die Universität damit die Betriebskosten dieses einen Verwaltungsgebäudes um circa 2.000 Euro pro Jahr senken.

Die Einsparungen der Dresdner Bank in ihrem Verwaltungsgebäude in der Koppenstraße in Berlin wurden durch das Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen erzielt, wie zum Beispiel das konsequentes Ausschalten aller Bürogeräte zum Feierabend, die einheitliche Einstellung der Warmwasserboiler in den Toilettenvorräumen auf 35 statt 60 Grad Celsius oder der Optimierung der Lüftungen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Auf das Jahr hochgerechnet erwartet die Bank Einsparungen in Höhe von circa 26.000 Euro.

Aber nicht nur Unternehmen können Strom sparen. Die Aktion "No-Energy" (www.No-E.de) zeigt Einsparpotentiale für jedermann auf und macht auf gängige Leerlaufverluste aufmerksam. Ganz konkret können diese Leerlaufverluste durch Energiemonitore erfasst werden, die bundesweit kostenlos in OBI Baumärkten ausleihbar sind. Dieses Angebot wird durch eine gemeinsame Aktion der OBI Baumärkte, der Aktion "No-Energy" und des UBA ermöglicht.

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